CPV-Code 313 – Photovoltaik und Solar
Was umfasst der CPV-Code 313?
Der CPV-Code 313 (Photovoltaik und Solar) klassifiziert Ausschreibungen für die Installation und Beschaffung von Solarenergieanlagen im öffentlichen Sektor. Dazu gehören PV-Dachanlagen auf Schulen, Verwaltungsgebäuden und Sporthallen, Freiflächen-Photovoltaik auf kommunalen Grundstücken, Batteriespeichersysteme, Solar-Carports auf öffentlichen Parkplätzen sowie innovative Konzepte wie Agri-PV und gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV).
Photovoltaik ist der am schnellsten wachsende Bereich im öffentlichen Vergabewesen für Energieanlagen. Die Solarpflicht in immer mehr Bundesländern (Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen u.a.) für öffentliche Neubauten und Dachsanierungen treibt das Ausschreibungsvolumen massiv an. Dazu kommt das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 eine installierte PV-Leistung von 215 GW zu erreichen – wovon ein erheblicher Teil auf öffentlichen Gebäuden realisiert werden soll.
Der Boom der öffentlichen PV-Beschaffung
Mehrere Faktoren treiben die Nachfrage:
- Solarpflicht: Verbindliche PV-Installation auf öffentlichen Neubauten in mehreren Bundesländern
- Wirtschaftlichkeit: PV-Strom ist deutlich günstiger als Netzstrom, was die Betriebskosten öffentlicher Gebäude senkt
- Klimaschutzkonzepte: Kommunale Klimaschutzpläne sehen PV auf allen geeigneten öffentlichen Dächern vor
- Förderprogramme: Bund und Länder fördern PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden mit attraktiven Zuschüssen
- Energieautarkie: Kombination von PV mit Batteriespeicher für maximale Eigenversorgung
Typische Ausschreibungsformate
PV-Ausschreibungen im öffentlichen Bereich umfassen verschiedene Modelle:
| Modell | Beschreibung |
|---|---|
| Kauf + Installation | Öffentliche Hand kauft und betreibt die Anlage selbst |
| Pacht/Contracting | Dienstleister errichtet und betreibt die Anlage, Kommune bezieht den Strom |
| Dachverpachtung | Kommune verpachtet Dachflächen an PV-Betreiber |
| Bündelausschreibung | Mehrere Gebäude/Standorte in einer Ausschreibung |
Die Vertragslaufzeiten bei Contracting-Modellen betragen typischerweise 15–20 Jahre, was PV-Ausschreibungen zu langfristig bedeutsamen Vergaben macht.
Vergaberechtliche Besonderheiten
PV-Anlagen können als Lieferaufträge (reine Modullieferung), Bauaufträge (schlüsselfertige Installation) oder Dienstleistungskonzessionen (Contracting) ausgeschrieben werden. Die Zuschlagskriterien umfassen neben dem Preis häufig die prognostizierte Energieertragsgarantie, Modulqualität und Garantiebedingungen sowie Wartungs- und Monitoring-Konzepte.
Wie hilft Patterno bei PV-Ausschreibungen?
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