Trainingszentrum für erwerbsfähige Leistungsberechtigte
Trainingszentrum für erwerbsfähige Leistungsberechtigte: systematische, strukturierte und nachweisbare Heranführung an die Anforderungen des Arbeitsmarktes durch Erfassung und Weiterentwicklung individueller Kompetenzen und beruflicher Perspektiven sowie Reduzierung persönlicher, sozialer und struktureller Barrieren. Ziele sind die Aktivierung und berufliche Eingliederung der Teilnehmenden, die Überleitung in Anschlussmaßnahmen (Qualifizierungen, Umschulungen) oder die Herstellung der Vermittelbarkeit, einschließlich Stabilisierung der persönlichen Lebenssituation, Aufbau grundlegender Schlüsselkompetenzen und eindeutiger beruflicher Orientierung. Dies umfasst die Feststellung individueller Ressourcen und Potenziale, den Abbau multipler Integrationshemmnisse, die Entwicklung beruflicher Perspektiven und Integrationsstrategien, die Heranführung an den Arbeitsmarkt und die Integration in Arbeit sowie die Vorbereitung auf den nächsten Integrationsfortschritt. Der Auftragnehmer stellt Arbeitsfelder und praxisnahe Erprobungsmöglichkeiten in Verkauf, Hauswirtschaft, Lager, Logistik und Garten- und Landschaftsbau (z.B. in eigenen Werkstätten, Übungsfirmen) bereit und ermöglicht externe Praktika/betriebliche Erprobungen, aktiv unterstützt bei der Suche nach geeigneten Plätzen. Ergänzend werden AQB-Mittel des Landes Hessen für Workshops zu Gesundheit, Hilfsangeboten zur Bewältigung von Abhängigkeiten, finanzieller Sicherheit/Stabilisierung und zur Abklärung der gesundheitlichen Belastbarkeit finanziert, wofür ein gesonderter Vertrag geschlossen wird. Zielgruppe sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb) mit Anspruch auf SGB II-Leistungen, die dem Arbeitsmarkt mindestens 20 Std./Woche zur Verfügung stehen, über ausreichende Leistungsfähigkeit für praktische Erprobung verfügen, mehrere Integrationshemmnisse aufweisen und intensive, strukturierte Unterstützung benötigen. Häufige Merkmale der Zielgruppe sind qualifikatorische, motivationale, psychosoziale und gesundheitliche Hemmnisse sowie Arbeitsmarktferne. Die Laufzeit beträgt 15 Monate (01.01.2027 bis 31.03.2028) mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils weitere 15 Monate (01.04.2028-30.06.2029 und 01.07.2029-30.09.2030), jeweils mit einer Inflationsanpassung von 2,5%. Die Entscheidung über die Verlängerung liegt beim Auftraggeber. Das Angebot ist durchgehend ohne urlaubsfreie Tage zu erbringen. Es sind 100 Teilnehmendenplätze während der gesamten Laufzeit vorzuhalten. Die Durchführung erfolgt in Teilzeit an fünf Tagen pro Woche, mit einer Zuweisungszeit von mindestens 20 und maximal 30 Zeitstunden pro Teilnehmenden, durchschnittlich 25 Zeitstunden pro Woche. Davon entfallen wöchentlich durchschnittlich pro Teilnehmenden 2 Zeitstunden auf Coaching, 17 Zeitstunden auf Arbeitspraxis, 3 Zeitstunden auf SGB II-finanzierte Workshops und 3 Zeitstunden auf AQB-finanzierte Workshops. Die individuelle Zuweisungsdauer beträgt 6 Monate, mit flexiblem Einstieg und angestrebter zeitnaher Nachbesetzung freigewordener Plätze. Ort der Leistungserbringung ist das Stadtgebiet Wiesbaden, an einem Standort mit geeigneter Infrastruktur und guter ÖPNV-Erreichbarkeit. Der Finanzierungsrahmen des Gesamtauftrages beträgt 5.299.301,88 €.
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