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Tender Portal Guide
Updated: May 19, 2026Patterno editorial team

Vergabemarktplatz Rheinland-Pfalz, Vergabeplattform des Landes

Zentrale E-Vergabe-Plattform des Landes Rheinland-Pfalz mit drei Satelliten für Landesverwaltung, Liegenschaftsbau (LBB) und Straßenbau (LBM), auf cosinex VMP-Technologie.

Open Vergabe RLPState portal
Domain
rlp.de
Portal type
State portal
Operator
Land Rheinland-Pfalz, der technische Plattformbetrieb und der zentrale Helpdesk werden vom **Landesamt für Digitales und Infrastruktur (LDI Rheinland-Pfalz)** mit Sitz in Mainz wahrgenommen. Inhaltlich-vergaberechtliche Federführung liegt beim **Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz** sowie, für Bauvergaben, beim **Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau** und den jeweils zuständigen Landesbetrieben (LBB, LBM). Die Plattform basiert auf der cosinex VMPSatellite-Technologie (cosinex GmbH, Bochum).
Scope

Land Rheinland-Pfalz: Landesverwaltung (Ministerien, Landesoberbehörden, Polizei, Justiz), Hochschulen und Universitätsklinika (Universität Mainz, Trier, Kaiserslautern-Landau, Koblenz), Forstämter, Pfalzklinikum sowie die beiden Landesbetriebe **LBB** (Liegenschafts- und Baubetreuung, Hochbau) und **LBM** (Mobilität, Straßen- und Verkehrsbau). Die Plattform bedient damit primär landesseitige Auftraggeber; rheinland-pfälzische Kommunen veröffentlichen häufiger auf anderen Plattformen.

Summary
  • 01Vergabe RLP ist die zentrale E-Vergabe-Plattform des Landes Rheinland-Pfalz unter vergabe.rlp.de, aufgeteilt in drei Satelliten.
  • 02Die Satelliten decken die Landesverwaltung (landesverwaltung.vergabe.rlp.de), den Hochbau (lbb.vergabe.rlp.de) und den Straßenbau (lbm.vergabe.rlp.de) ab.
  • 03Technologisch basiert die Plattform auf cosinex VMPSatellite, derselben Produktfamilie wie DTVP, eVergabe NRW oder Vergabe Niedersachsen.
  • 04Bieter-Registrierung und Angebotsabgabe sind kostenfrei; der Helpdesk liegt beim LDI Rheinland-Pfalz in Mainz.
  • 05Patterno indexiert 3.080 Bekanntmachungen aus rlp.de und bündelt sie mit 4.500+ weiteren Portalen in einer einheitlichen KI-Suche.
Tender notices
3.182
Top category
Bauarbeiten
54%
Most common procedure
Offenes Verfahren
92%
Show all top categories
  • CPV 45Bauarbeiten1.404 (53.7%)
  • CPV 71Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste298 (11.4%)
  • CPV 77Land-, forst-, gartenbauliche Dienste202 (7.7%)
  • CPV 34Transportmittel191 (7.3%)
  • CPV 90Abwasser- und Abfallbeseitigung148 (5.7%)
  • CPV 72IT-Dienste: Beratung, Software, Internet, Support82 (3.1%)
  • CPV 75Verwaltungs-, Verteidigungs- und Sozialversicherungsdienste77 (3.0%)
  • CPV 48Software-Pakete und Informationssysteme72 (2.8%)
  • CPV 79Unternehmensdienste: Recht, Marketing, Beratung71 (2.7%)
  • CPV 38Labor-, optische, Präzisionsgeräte69 (2.6%)

Vergabe Rheinland-Pfalz unter vergabe.rlp.de ist die zentrale elektronische Vergabeplattform des Landes Rheinland-Pfalz. Die Plattform ist in drei eigenständige Satelliten unterteilt, die jeweils einen klar abgegrenzten Auftraggeberkreis bedienen: landesverwaltung.vergabe.rlp.de für die allgemeine Landesverwaltung und Hochschulen, lbb.vergabe.rlp.de für den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) und lbm.vergabe.rlp.de für den Landesbetrieb Mobilität (LBM). Diese funktionale Trennung spiegelt die Organisationsstruktur des Landes wider: Hochbau, Straßenbau und Verwaltungsbeschaffung laufen über unterschiedliche Landesbetriebe und damit über getrennte Plattform-Instanzen.

Technologisch basiert Vergabe RLP auf dem Vergabemarktplatz (VMP) in der Variante VMPSatellite der cosinex GmbH aus Bochum, derselben Produktfamilie, die auch das bundesweite Deutsche Vergabeportal (DTVP), die Landesplattformen Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens, der Vergabemarktplatz Brandenburg und die kommunale Plattform Vergabe Metropole Ruhr nutzen. Bieter mit einem bestehenden cosinex-Konto auf einer dieser Schwesterplattformen können die Stammdaten in vielen Fällen wiederverwenden, die Bedienoberfläche, das Bietercockpit und die Angebotsabgabe-Logik sind identisch.

Im Patterno-Index sind aktuell 3.080 Bekanntmachungen aus rlp.de erfasst, verteilt auf die drei Satelliten (landesverwaltung.vergabe.rlp.de ca. 36 %, lbm.vergabe.rlp.de ca. 33 %, lbb.vergabe.rlp.de ca. 31 %). Wer in Rheinland-Pfalz auf öffentliche Aufträge bietet, muss die drei Satelliten in der Regel parallel im Blick behalten, Bekanntmachungen werden nicht zwischen den Instanzen synchronisiert.

01

What is Vergabe RLP?

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02

Who operates Vergabe RLP?

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03

What tenders appear on Vergabe RLP?

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04

How to search tenders on Vergabe RLP

  1. 01
    1. Den passenden Satelliten auswählen

    Vergabe Rheinland-Pfalz ist in drei eigenständige Satelliten gegliedert, überlegen Sie zuerst, welcher für Sie relevant ist. landesverwaltung.vergabe.rlp.de richtet sich an alle Bieter, die Lieferungen oder Dienstleistungen an die Landesverwaltung, Hochschulen, Forstämter oder Landesoberbehörden anbieten (IT, Büromaterial, Reinigung, Catering, Beratung, Fahrzeuge etc.). lbb.vergabe.rlp.de ist der Satellit des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung und veröffentlicht Hochbauvergaben des Landes (Verwaltungsgebäude, Justizvollzugsanstalten, Hochschulbauten, Schulen). lbm.vergabe.rlp.de ist der Satellit des Landesbetriebs Mobilität und veröffentlicht Straßen- und Verkehrsbauvergaben (Bundes- und Landesstraßen, Brücken, Radwege, ÖPNV-Infrastruktur). Wer als Generalunternehmer oder breites Liefer-/Dienstleistungsportfolio aktiv ist, registriert sich häufig auf allen drei Satelliten parallel.

  2. 02
    2. Bieterkonto auf dem Satelliten anlegen

    Rufen Sie den gewünschten Satelliten auf (z. B. https://landesverwaltung.vergabe.rlp.de) und wählen Sie im Header Registrierung. Für die Basis-Registrierung benötigen Sie Firmenname, vollständige Anschrift, eine zentrale Kontakt-E-Mail-Adresse und ein selbstgewähltes Passwort. Nach dem Doppel-Opt-in über einen E-Mail-Bestätigungslink ist Ihr Bieterkonto aktiviert. In den Stammdaten hinterlegen Sie ergänzend USt-IdNr., Handelsregisternummer, Ansprechpartner, CPV-Codes und Tätigkeitsbereiche, diese Angaben werden später beim Ausfüllen von Eigenerklärungen automatisch übernommen. Wenn Sie bereits ein Konto auf einer anderen cosinex-VMP-Plattform (DTVP, eVergabe NRW, Vergabe Niedersachsen, Vergabemarktplatz Brandenburg) führen, lässt sich dieses Konto in vielen Fällen wiederverwenden, die jeweilige Anmeldung auf jedem Satelliten muss aber separat erfolgen.

  3. 03
    3. Bekanntmachungssuche und Filter konfigurieren

    Die öffentliche Bekanntmachungssuche ist auf jedem Satelliten auch ohne Login zugänglich. Filtern lässt sich nach Stichwort, PLZ/Region, Vergabeart (Liefer-, Dienstleistungs-, Bauauftrag), Verfahrensart (offenes Verfahren, nichtoffenes Verfahren, Verhandlungsverfahren, Innovationspartnerschaft) und CPV-Code. Da auf den Satelliten sowohl Unterschwellen- als auch Oberschwellenvergaben veröffentlicht werden, sollten Sie die Filter gezielt einsetzen. Eingeloggte Bieter können Suchprofile speichern und über den Benachrichtigungsdienst Tagesalerts per E-Mail abonnieren. Wichtig: Jeder Satellit hat seine eigene Suche, eine satellitenübergreifende Bekanntmachungssuche bietet die Plattform selbst nicht an. Wer alle drei Satelliten parallel beobachten will, muss sich auf jedem einzeln einloggen und Profile pflegen.

  4. 04
    4. Vergabeunterlagen herunterladen

    Klicken Sie auf eine Bekanntmachung, um die Detailseite mit Verfahrensgegenstand, Auftraggeber, Fristen (Schlusstermin Angebotsabgabe, Bindefrist, Eröffnungstermin) und Rechtsgrundlage zu öffnen. Über den Button Vergabeunterlagen herunterladen erhalten Sie das vollständige Paket: typischerweise Leistungsverzeichnis, Bewerbungsbedingungen, Eignungsnachweise, Vertragsentwurf, bei Bauleistungen des LBB und LBM zusätzlich die GAEB-Datei (X83/X86) für die Kalkulation. Sobald Sie die Unterlagen heruntergeladen haben, werden Sie als Interessent für dieses Verfahren registriert und erhalten automatisch alle Bieterauskünfte, Bekanntmachungsänderungen und Fristverlängerungen per E-Mail. Auch nicht eingeloggte Nutzer können Unterlagen herunterladen, dann allerdings ohne automatische Folge-Benachrichtigungen, was bei langlaufenden Verfahren riskant ist.

  5. 05
    5. Bieterfragen über den Projektraum stellen

    Unklarheiten im Leistungsverzeichnis oder in den Bewerbungsbedingungen klären Sie über die Kommunikationsfunktion des virtuellen Projektraums. Die Vergabestelle erhält Ihre Frage anonymisiert; die Antwort wird allen registrierten Interessenten gleichzeitig zur Verfügung gestellt, so wird der Gleichbehandlungsgrundsatz nach § 97 Abs. 2 GWB gewahrt. Stellen Sie Fragen früh: Auftraggeber müssen Bieterauskünfte spätestens 6 Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist beantworten (§ 12a Abs. 1 VgV), spätere Fragen werden häufig nicht mehr aufgegriffen. Beim LBM sind bauspezifische Fragen (Baugrundgutachten, Verkehrsführung während der Bauphase, Bauzeitenpläne) typisch; beim LBB betreffen Fragen oft Schnittstellen zwischen Gewerken und Sonderkonstruktionen; beim Satelliten der Landesverwaltung dominieren Fragen zu Eignungskriterien und Referenzanforderungen.

  6. 06
    6. Angebot elektronisch einreichen

    Die Angebotsabgabe erfolgt ausschließlich elektronisch über das cosinex Bietercockpit bzw. die webbasierte Angebotsabgabe des Satelliten. Sie laden die geforderten Dokumente hoch, ausgefülltes LV (bei Bau in GAEB-Datei), Eigenerklärung zur Eignung, Preisblatt, ggf. Konzept, Referenzen, Versicherungsnachweise und bei Bauvergaben des LBM/LBB die geforderten Erklärungen zum Landesgesetz zur Gewährleistung von Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Auftragsvergaben (LTTG). Die Plattform verschlüsselt das Angebotspaket vor der Übertragung; die Vergabestelle kann es erst nach dem Eröffnungstermin entschlüsseln. Welche Signaturstufe verlangt wird (Textform, fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur), entnehmen Sie den Bewerbungsbedingungen. Nach erfolgreicher Übermittlung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung mit qualifiziertem Zeitstempel als formaler Nachweis fristgerechten Eingangs.

  7. 07
    7. Submission, Wertung und Zuschlag verfolgen

    Nach Ablauf der Angebotsfrist werden die Angebote im Eröffnungstermin (Submission) durch die Vergabestelle geöffnet. Bei nationalen Verfahren nach UVgO/VOB/A werden Bieternamen und Endsummen im Submissionsprotokoll dokumentiert, das eingeloggte Bieter über den Projektraum einsehen können; bei Oberschwellenvergaben nach VgV läuft die Eröffnung nicht-öffentlich. Anschließend folgen die Formale Prüfung, die Eignungsprüfung (Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit) und die Wertung der Angebote nach den vorab veröffentlichten Zuschlagskriterien. Die Vergabestelle versendet Vorabinformationsschreiben nach § 134 GWB an unterlegene Bieter, danach beginnt die 10-tägige Stillhaltefrist, in der noch Nachprüfungsanträge bei der Vergabekammer Rheinland-Pfalz in Mainz gestellt werden können. Mit Ablauf der Frist und ohne Nachprüfungsverfahren wird der Zuschlag rechtswirksam.

05

Login & registration

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06

Frequently Asked Questions

Was kostet die Nutzung von Vergabe RLP für Bieter?+

Die Bekanntmachungssuche auf allen drei Satelliten und die Bieter-Basisregistrierung sind kostenfrei. Auch das Herunterladen der Vergabeunterlagen, das Stellen von Bieterfragen und die elektronische Angebotsabgabe verursachen für Bieter keine Gebühren, dies ergibt sich unmittelbar aus § 9 Abs. 3 VgV (Unentgeltlichkeit der Vergabeunterlagen) und aus § 29 UVgO für nationale Verfahren. Optional bietet die cosinex-Produktfamilie kostenpflichtige Bieter-Editionen mit erweiterten Funktionen wie unbegrenzten Suchprofilen, satellitenübergreifenden Tagesalerts und Bieter-Community-Funktionen, diese Premium-Editionen werden direkt mit cosinex bzw. den Edition-Anbietern abgerechnet, sind aber für die reine Verfahrensteilnahme nicht erforderlich.

Warum gibt es drei verschiedene Satelliten unter vergabe.rlp.de?+

Die Aufteilung spiegelt die Organisationsstruktur des Landes Rheinland-Pfalz wider. landesverwaltung.vergabe.rlp.de ist der Satellit der allgemeinen Landesverwaltung, hier veröffentlichen Ministerien, Landesoberbehörden, Hochschulen, Forstämter und ähnliche Stellen ihre Liefer- und Dienstleistungsvergaben. lbb.vergabe.rlp.de gehört dem Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), der für den Hochbau des Landes zuständig ist (Verwaltungs- und Justizgebäude, Hochschulgebäude, Polizeibauten). lbm.vergabe.rlp.de gehört dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), der für Straßen-, Brücken- und Verkehrsbau zuständig ist. Jeder Landesbetrieb betreibt seinen Satelliten in eigener Verantwortung, die Plattformen sind technisch identisch (cosinex VMPSatellite), aber organisatorisch und inhaltlich getrennt.

Welche Rechtsgrundlagen gelten für Verfahren auf Vergabe RLP?+

Wie auf jeder deutschen Vergabeplattform gilt eine zweistufige Rechtssystematik: Unterhalb der EU-Schwellenwerte sind die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) für Liefer- und Dienstleistungen sowie die VOB/A 1. Abschnitt für Bauleistungen einschlägig, flankiert vom rheinland-pfälzischen Landesgesetz zur Gewährleistung von Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Auftragsvergaben (LTTG), das spezifische Anforderungen an Tariftreue, Mindestentgelt und Nachhaltigkeitskriterien für Auftragnehmer enthält. Oberhalb der EU-Schwellenwerte (2026: 5,538 Mio. € Bauleistungen, 221.000 € Liefer-/Dienstleistungen, 750.000 € soziale Dienstleistungen) greift das GWB-Vergaberecht: § 97 ff. GWB sowie die VgV, SektVO, KonzVgV und VOB/A 2. Abschnitt. Die elektronische Verfahrensführung ist nach § 12a VgV verpflichtend, weshalb alle Oberschwellenvergaben des Landes RLP zwingend über Vergabe RLP laufen.

Was ist das LTTG Rheinland-Pfalz und welche Erklärungen muss ich abgeben?+

Das Landesgesetz zur Gewährleistung von Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Auftragsvergaben (LTTG) ist das Tariftreuegesetz des Landes Rheinland-Pfalz. Es verpflichtet Auftragnehmer bei öffentlichen Aufträgen oberhalb bestimmter Wertgrenzen, ihren Beschäftigten mindestens das nach Landesrecht festgesetzte vergabespezifische Mindestentgelt zu zahlen und, soweit einschlägig, die Bedingungen repräsentativer Tarifverträge einzuhalten. Bei Verfahren der LBB- und LBM-Satelliten sowie bei größeren Vergaben der Landesverwaltung verlangen die Bewerbungsbedingungen typischerweise eine Verpflichtungserklärung nach LTTG, in der der Bieter zusichert, die Anforderungen einzuhalten und sie auch an Nachunternehmer und Verleihunternehmen weiterzugeben. Die genauen aktuellen Wertgrenzen und Mindestentgelt-Beträge legt das Land per Rechtsverordnung fest, sie sind in den jeweiligen Bewerbungsbedingungen genannt.

Brauche ich eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) für die Angebotsabgabe?+

Nicht zwingend. Nach § 53 VgV ist für die elektronische Angebotsabgabe grundsätzlich die Textform ausreichend, der Bieter weist seine Identität durch die Anmeldung im Bieterkonto und das verschlüsselte Hochladen über das cosinex Bietercockpit nach. Die Vergabestelle kann jedoch in den Bewerbungsbedingungen eine fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur (QES) verlangen, wenn dies sachlich begründet ist, beispielsweise bei sicherheitsrelevanten Beschaffungen oder Konzessionen. Welche Signaturstufe für ein konkretes Verfahren erforderlich ist, müssen Sie immer den Bewerbungsbedingungen entnehmen. Eine QES erhalten Sie über zertifizierte Vertrauensdiensteanbieter wie D-Trust, Bundesdruckerei oder Bundesnotarkammer; sie funktioniert per Signaturkarte mit Kartenleser oder cloudbasierter Fernsignatur und ist auf allen cosinex-VMP-Satelliten, also auch auf den drei Vergabe-RLP-Satelliten, einsetzbar.

Wie funktioniert das Nachprüfungsverfahren bei einer Vergabe in Rheinland-Pfalz?+

Bei Oberschwellenvergaben können Bieter, die sich in ihren Rechten verletzt sehen, ein Nachprüfungsverfahren bei der Vergabekammer Rheinland-Pfalz in Mainz beantragen (§ 155 ff. GWB). Die Vergabekammer Rheinland-Pfalz ist beim Ministerium des Innern und für Sport bzw. dem Ministerium der Finanzen angesiedelt, die exakte organisatorische Zuordnung wird durch das Land festgelegt und kann sich im Zuge von Ressortzuschnitten ändern. Voraussetzung für einen Nachprüfungsantrag ist die rechtzeitige Rüge des Vergabeverstoßes gegenüber dem Auftraggeber (§ 160 Abs. 3 GWB), typische Rügefristen: 10 Kalendertage ab Kenntnis bzw. bis zum Ablauf der Angebotsfrist bei aus den Vergabeunterlagen erkennbaren Verstößen. Der Nachprüfungsantrag muss innerhalb von 15 Kalendertagen nach Mitteilung der Vergabestelle, dass der Rüge nicht abgeholfen wird, gestellt werden. Gegen Entscheidungen der Vergabekammer ist die sofortige Beschwerde beim Vergabesenat des Oberlandesgerichts Koblenz möglich. Unterhalb der EU-Schwellenwerte ist nur der Rechtsweg vor den Zivilgerichten eröffnet, kein formales Nachprüfungsverfahren.

Kann ich mein cosinex-Konto von DTVP oder Vergabe Niedersachsen auch auf Vergabe RLP nutzen?+

In vielen Fällen ja. Da Vergabe RLP wie DTVP, eVergabe NRW, Vergabe Niedersachsen, Vergabe Metropole Ruhr und Vergabemarktplatz Brandenburg auf der cosinex VMP-Plattform basiert, lassen sich Stammdaten, Bieterkonten und Eigenerklärungen häufig wiederverwenden, vor allem über das Bietercockpit (cosinex-Client-Software) und die zentrale Mein-Vergabemarktplatz-Funktionalität. Praktisch bedeutet das: Ein Unternehmen, das in mehreren Bundesländern aktiv ist, pflegt seine Stammdaten einmal und kann sie übergreifend einsetzen. Wichtig: Auf Vergabe RLP existieren drei Satelliten (Landesverwaltung, LBB, LBM), auch wenn Sie schon ein cosinex-Konto haben, muss auf jedem Satelliten separat eine Anmeldung erfolgen. Bei Detailfragen zur Konto-Wiederverwendung hilft der zentrale LDI-Helpdesk Vergabemarktplatz RLP.

Welche Fristen gelten für die Angebotsabgabe bei Vergabe RLP?+

Die Mindestfristen ergeben sich nicht aus der Plattform, sondern aus dem geltenden Vergaberecht. Oberschwellig (VgV): Beim offenen Verfahren mindestens 35 Kalendertage ab Absendung der Bekanntmachung; bei elektronischer Angebotsübermittlung und Vorabinformation reduzierbar auf 30 bzw. 25 Tage (§ 15 VgV). Beim nichtoffenen Verfahren mindestens 30 Tage Teilnahme- und 30 Tage Angebotsfrist. Unterschwellig (UVgO/VOB/A 1. Abschnitt): Die Fristen sind "angemessen" zu bemessen, in der Praxis 14 bis 21 Tage bei nationalen Bau- und Liefervergaben, bei komplexen Dienstleistungs- oder Hochbauverfahren des LBB häufig länger. Die exakte Frist für ein konkretes Verfahren steht in der Bekanntmachung (Feld "Schlusstermin Angebotsabgabe"). Fristverlängerungen sind möglich und werden über den Satelliten an alle registrierten Interessenten kommuniziert.

07

Patterno: 4,500+ portals in one search

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08

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Glossary terms

10

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