Vergabemarktplatz Rheinland (VMP Rheinland)
Regionaler E-Vergabe-Marktplatz des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und angeschlossener rheinischer Kommunen auf Basis der cosinex-VMP-Technologie.
Rheinland-Region in Nordrhein-Westfalen (LVR-Gebiet): Landschaftsverband Rheinland mit seinen Kliniken, Förderschulen, Museen und Jugendhilfe-Einrichtungen sowie angeschlossene Städte, Kreise, Zweckverbände und kommunale Unternehmen aus den Räumen Aachen, Köln, Bonn, Düsseldorf, Bergisches Land und Niederrhein. Veröffentlicht werden sowohl Unterschwellenvergaben nach UVgO/VOB/A als auch EU-weite Oberschwellenvergaben nach VgV/SektVO/KonzVgV. Inhaltlicher Schwerpunkt liegt nach den Patterno-Daten klar auf Bauarbeiten sowie Architektur- und Ingenieurleistungen.
- 01Der Vergabemarktplatz Rheinland (VMP Rheinland) ist ein regionaler E-Vergabe-Marktplatz des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) für rheinische Auftraggeber.
- 02Genutzt wird das Portal vom LVR selbst sowie von Städten, Kreisen, Zweckverbänden und kommunalen Eigenbetrieben im LVR-Gebiet zwischen Aachen, Köln, Bonn und dem Niederrhein.
- 03Technisch basiert das Portal nach Angaben des Betreibers auf der cosinex-VMP-Software (Vergabesatellit), derselben Plattform-Familie wie zahlreiche Landesvergabemarktplätze.
- 04Registrierung, Download der Vergabeunterlagen und Angebotsabgabe sind für Bieter kostenfrei; je nach Verfahren reicht Textform oder es wird eine qualifizierte elektronische Signatur gefordert.
- 05Patterno bündelt die 6,115 Bekanntmachungen vom VMP Rheinland mit 4.500+ weiteren Vergabeplattformen in einer einheitlichen KI-Suche.
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- CPV 45Bauarbeiten3.013 (58.3%)
- CPV 71Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste661 (12.8%)
- CPV 34Transportmittel507 (9.8%)
- CPV 90Abwasser- und Abfallbeseitigung292 (5.7%)
- CPV 39Möbel, Haushaltsgeräte, Reinigungsmittel168 (3.3%)
- CPV 44Baukonstruktionen, Baumaterialien127 (2.5%)
- CPV 30Büromaschinen, IT-Geräte122 (2.4%)
- CPV 79Unternehmensdienste: Recht, Marketing, Beratung117 (2.3%)
- CPV 77Land-, forst-, gartenbauliche Dienste85 (1.6%)
- CPV 31Elektrische Maschinen, Geräte76 (1.5%)
Der Vergabemarktplatz Rheinland unter www.vmp-rheinland.de ist eine regionale E-Vergabe-Plattform, über die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und eine Reihe rheinischer Kommunen, Zweckverbände und kommunaler Unternehmen ihre Bekanntmachungen und Vergabeverfahren bündeln. Inhaltlich verantwortlich ist der LVR mit Sitz im Landeshaus am Kennedy-Ufer 2 in Köln-Deutz; technisch wird der Marktplatz als sogenannter Vergabesatellit (VMPSatellite) auf Basis der cosinex-VMP-Software der cosinex GmbH aus Bochum betrieben. Das Portal gehört damit zur selben Technologie-Familie wie zahlreiche Landesvergabemarktplätze (z. B. Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern), ist aber organisatorisch ein eigenständiger regionaler Auftritt.
Als Auftraggeber treten auf dem VMP Rheinland insbesondere der LVR selbst, mit seinen Kliniken, Schulen, Museen, Jugendhilfe- und Förderschulen-Einrichtungen im gesamten Rheinland, sowie Städte, Kreise und kommunale Eigenbetriebe aus der LVR-Region zwischen Aachen, Köln, Bonn, Düsseldorf, dem Bergischen Land und dem Niederrhein auf. Der LVR umfasst gebietsmäßig 12 Kreise und 13 kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen mit rund 10 Millionen Einwohnern; ein erheblicher Teil dieser Region wickelt seine Vergaben über den VMP Rheinland ab. Daneben existieren in NRW weitere Vergabeplattformen, etwa der Vergabemarktplatz NRW (vergabe.nrw.de), Vergabe Westfalen und Vergabe Metropole Ruhr, die unterschiedliche Auftraggeber-Kreise bedienen.
Im Patterno-Index sind aktuell rund 6,115 Bekanntmachungen vom VMP Rheinland erfasst (2024-07-25 to 2026-05-13). Damit zählt das Portal zu den regional bedeutsamen Vergabeplattformen für den NRW-Süden und das Rheinland, vor allem für Unternehmen, die im Bau-, Architektur-, Ingenieur- und kommunalen Dienstleistungssektor tätig sind.
What is VMP Rheinland?
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Who operates VMP Rheinland?
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What tenders appear on VMP Rheinland?
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How to search tenders on VMP Rheinland
- 011. Bieterkonto auf dem VMP Rheinland anlegen
Rufen Sie
https://www.vmp-rheinland.deauf und klicken Sie im Header auf Registrierung beziehungsweise Konto anlegen. Der Assistent erfasst in einem zweistufigen Workflow zunächst Firmenname, Anschrift, Kontaktperson, Telefonnummer und E-Mail-Adresse; im zweiten Schritt wählen Sie ein sicheres Passwort und akzeptieren die Nutzungsbedingungen des LVR als Plattformverantwortlichem. Nach Bestätigung der E-Mail-Adresse über einen Doppel-Opt-in-Link ist Ihr Bieterkonto aktiviert. Anschließend können Sie das Unternehmensprofil mit Branchen, CPV-Codes, Referenzen und regionalen Standorten anreichern, diese Angaben werden später für die automatische Vorauswahl passender Bekanntmachungen genutzt. Für Vergabestellen aus LVR-Einrichtungen und angeschlossenen Kommunen gibt es einen separaten Auftraggeber-Login mit eigenem Mandanten-Onboarding. - 022. Bekanntmachungen suchen und filtern
Die öffentliche Bekanntmachungs-Suche auf dem VMP Rheinland ist ohne Login zugänglich. Über die Volltextsuche oder die Filterleiste lassen sich Ausschreibungen nach Stichwort, Auftraggeber, Region, Auftragsart (Liefer-, Dienstleistungs-, Bauauftrag), Verfahrensart (offenes Verfahren, nichtoffenes Verfahren, Verhandlungsverfahren) und CPV-Code eingrenzen. Mit einem Bieterkonto können Sie Suchprofile speichern und werden bei neu eingestellten Bekanntmachungen, die zu Ihrem Profil passen, automatisch per E-Mail benachrichtigt. Die Suche umfasst sowohl Unterschwellenvergaben nach UVgO und VOB/A als auch EU-weite Oberschwellenvergaben nach VgV, SektVO und KonzVgV, also alle Verfahrensarten, die LVR-Einrichtungen und angeschlossene Kommunen im Rheinland ausschreiben.
- 033. Vergabeunterlagen herunterladen und Verfahren beobachten
Auf der Detailseite einer Bekanntmachung sehen Sie Gegenstand, Auftraggeber, Schlusstermin der Angebotsabgabe, Bindefrist und Eröffnungstermin sowie die Verfahrensart. Über den Button Vergabeunterlagen herunterladen erhalten Sie das vollständige Paket: Leistungsverzeichnis, Bewerbungsbedingungen, Eignungsnachweise, Vertragsentwurf und bei Bauleistungen die GAEB-Dateien (X81/X83/X86) zur direkten Übernahme in Kalkulationssoftware wie iTWO. Mit dem Beobachten-Button setzen Sie das Verfahren auf Ihre persönliche Watchlist; das System informiert Sie automatisch über Änderungen der Vergabeunterlagen, neue Bieterauskünfte und Bekanntmachungs-Berichtigungen. Erst durch das aktive Beobachten gelten Sie nach gängiger Praxis als Interessent im Sinne von § 12a VgV und erhalten alle Mitteilungen rechtssicher zugestellt.
- 044. Bieterfragen stellen und Kommunikation führen
Unklarheiten im Leistungsverzeichnis oder in den Bewerbungsbedingungen klären Sie über die Bieterkommunikation des VMP Rheinland. Ihre Frage wird an die zuständige Vergabestelle (z. B. eine LVR-Klinik, eine LVR-Förderschule oder eine angeschlossene Kommune) weitergeleitet; die Antwort wird allen registrierten Interessenten anonymisiert zur Verfügung gestellt, so wird der Gleichbehandlungsgrundsatz nach § 97 Abs. 2 GWB gewahrt. Die rheinischen Vergabestellen folgen der bundesweiten Praxis, Bieterfragen bis spätestens sechs Kalendertage vor Schlusstermin zu beantworten (§ 12a Abs. 5 VgV). Stellen Sie Fragen daher früh; jede Bieterauskunft kann den Inhalt der Vergabeunterlagen rechtlich konkretisieren und ist später Teil der Auslegungsgrundlage des Vertrages.
- 055. Angebot elektronisch einreichen
Die Angebotsabgabe erfolgt über die webbasierte Angebotsabgabe des VMP Rheinland. Sie laden die geforderten Dokumente, ausgefülltes Leistungsverzeichnis, Eigenerklärungen, Eignungsnachweise, Preisblatt, Konzept, in den virtuellen Projektraum hoch. Das System verschlüsselt das Angebotspaket; die Vergabestelle kann die Angebote erst nach dem Eröffnungstermin entschlüsseln. Je nach Verfahren reicht eine Textform-Bestätigung (§ 126b BGB) oder es wird eine fortgeschrittene beziehungsweise qualifizierte elektronische Signatur (QES) nach eIDAS-Verordnung gefordert; die jeweils geforderte Signaturstufe steht in den Bewerbungsbedingungen. Nach erfolgreicher Übermittlung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung mit Zeitstempel als Nachweis der fristgerechten Abgabe, der Zeitstempel ist im Streitfall zentraler Nachweis bei Diskussionen über die Fristwahrung.
- 066. Eröffnungstermin, Wertung und Zuschlag verfolgen
Nach dem Schlusstermin findet die Submission statt: Bei Bauverfahren nach VOB/A wird über den Eröffnungstermin ein Submissionsprotokoll erstellt, das Bieter, Hauptpreise und Nebenangebote dokumentiert. Bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen nach VgV/UVgO ist die Öffnung bieterintern. Die Vergabestelle prüft anschließend die formale Vollständigkeit, Eignung (Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit), Auskömmlichkeit der Preise und die Zuschlagskriterien. Über den VMP Rheinland erhalten Sie als unterlegener Bieter bei EU-weiten Verfahren eine elektronische Vorabinformation nach § 134 GWB mit Begründung und der zehntägigen Stillhaltefrist; der Zuschlag wird ebenfalls über die Plattform mitgeteilt.
- 077. Nachprüfung und Rüge bei Vergaberechtsverstößen
Wer einen Vergaberechtsverstoß erkennt, muss diesen unverzüglich gegenüber der Vergabestelle rügen, bei Erkenntnis aus der Bekanntmachung bis Ablauf der Angebotsfrist (§ 160 Abs. 3 GWB). Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann ein Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer gestellt werden. Für Auftraggeber im Rheinland sind das die Vergabekammern bei der Bezirksregierung Köln (für kommunale Auftraggeber in der LVR-Region) bzw. die Vergabekammern bei der Bezirksregierung Düsseldorf und bei oberhalb der EU-Schwellenwerte vergebenen Aufträgen mit Bundesbezug das Bundeskartellamt. Gegen Entscheidungen der Vergabekammer ist die sofortige Beschwerde beim Vergabesenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf zulässig (§ 171 GWB).
Login & registration
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Frequently Asked Questions
Was kostet die Nutzung des Vergabemarktplatz Rheinland für Bieter?+
Die Nutzung des VMP Rheinland ist für Bieter kostenfrei. Das umfasst die Registrierung als Unternehmen, das Anlegen von Suchprofilen, den Download der Vergabeunterlagen, die Teilnahme an der Bieterkommunikation und die elektronische Angebotsabgabe. Die Plattform finanziert sich über die Lizenzgebühren, die der LVR und die angeschlossenen Vergabestellen an die cosinex GmbH als Technologieanbieter entrichten. Indirekte Kosten können auf Bieterseite für eine qualifizierte elektronische Signatur (eIDAS-konformes Zertifikat, je nach Anbieter ca. 100–250 € pro Jahr) sowie für Kalkulations- und LV-Software (z. B. iTWO, MWM-Libero, AVANTI) entstehen, falls diese für die Bearbeitung des Leistungsverzeichnisses oder die Erstellung einer GAEB-Antwortdatei genutzt werden.
Welche Auftraggeber veröffentlichen auf dem VMP Rheinland?+
Hauptnutzer ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit seinen über 100 Einrichtungen, darunter neun psychiatrische Kliniken (u. a. Bedburg-Hau, Bonn, Düsseldorf, Essen, Viersen), rund 41 Förderschulen und mehrere LVR-Museen (z. B. LVR-LandesMuseum Bonn, LVR-Industriemuseum, LVR-Archäologischer Park Xanten). Hinzu kommen angeschlossene Städte, Kreise und kommunale Eigenbetriebe aus der LVR-Region, darunter Verwaltungen, Stadtwerke, Bauverwaltungen, ÖPNV-Träger und kommunale Wohnungsunternehmen. Nach den Patterno-Daten entfallen {{TOP_STATES}} der Bekanntmachungen auf Nordrhein-Westfalen, fast die gesamten Verfahren liegen also im Rheinland. Auftraggebertypen-Mix (Patterno): kommunale Anstalten d. ö. R. dominieren mit rund 88 %, gefolgt von öffentlichen Unternehmen (≈ 8 %) und Landesbehörden (≈ 2 %).
Welche Auftragsarten und Branchen dominieren auf dem VMP Rheinland?+
Der inhaltliche Schwerpunkt liegt klar bei Bau- und bauaffinen Leistungen. Nach den Patterno-Daten verteilen sich die wichtigsten CPV-Hauptkategorien wie folgt: CPV 45 (Bauarbeiten), CPV 71 (Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste), CPV 34 (Transportmittel). Darunter fallen typische LVR- und Kommunalprojekte: Hochbau und Sanierung von Klinikgebäuden und Förderschulen, Tiefbau und Straßenbau, Architekturwettbewerbe und Ingenieurleistungen, Beschaffung von Fahrzeugen und Transportmitteln (Krankentransporte, kommunale Dienstfahrzeuge), Abfall- und Abwasserentsorgung sowie Büro- und IT-Ausstattung für Verwaltungsstandorte. Verfahrensseitig dominieren mit Abstand offene Verfahren: Offenes Verfahren (81 %), Verhandlungsverfahren (10 %), Nicht offenes Verfahren (9 %), typisch für einen Marktplatz mit starkem kommunalem Bau- und Lieferauftragsanteil.
Welches Vergaberecht gilt für Ausschreibungen auf dem VMP Rheinland?+
Für Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte gilt in NRW das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW) in Verbindung mit der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) und für Bauleistungen die VOB/A (Abschnitt 1). Oberhalb der EU-Schwellenwerte greifen das GWB (4. Teil, §§ 97 ff.), die Vergabeverordnung (VgV), die Sektorenverordnung (SektVO), die Konzessionsvergabeverordnung (KonzVgV) und für Bauleistungen die VOB/A-EU (Abschnitt 2). Die EU-Schwellenwerte werden zweijährlich angepasst; aktuell liegen sie bei 5.538.000 € (Bauaufträge) bzw. 221.000 € (Liefer- und Dienstleistungsaufträge der Kommunen), Stand 2026. Welche Vorschrift im Einzelfall greift, hängt von Auftragswert, Auftragsart und vom Auftraggebertyp (klassischer öffentlicher Auftraggeber vs. Sektorenauftraggeber) ab.
Wie unterscheidet sich der VMP Rheinland vom Vergabemarktplatz NRW und anderen NRW-Portalen?+
In Nordrhein-Westfalen existieren mehrere E-Vergabe-Plattformen, die unterschiedliche Auftraggeber-Kreise bedienen. Der Vergabemarktplatz NRW unter vergabe.nrw.de ist die zentrale Plattform der Landesverwaltung NRW und ihrer Landesbetriebe. Der VMP Rheinland ist demgegenüber ein regionaler Marktplatz für den Landschaftsverband Rheinland und angeschlossene rheinische Kommunen. Vergabe Westfalen (vergabe-westfalen.de) bündelt analog Vergaben aus dem westfälischen Landesteil, und Vergabe Metropole Ruhr bedient den Ruhrgebiets-Kommunalverbund. Technisch nutzen mehrere dieser Marktplätze die cosinex-VMP-Plattform-Familie, organisatorisch sind sie aber eigenständig. Welche Plattformen für Ihr Unternehmen relevant sind, hängt also davon ab, ob Ihre Zielregion eher rheinisch, westfälisch oder im Ruhrgebiet liegt, und ob Sie auch Landesbehörden und Bundesaufträge im Blick haben wollen.
Welche Signatur und welche Dateiformate werden gefordert?+
Der VMP Rheinland unterstützt nach Angaben des Betreibers die in Deutschland üblichen Signaturstufen: Textform nach § 126b BGB (einfache Bestätigung über das Bieterkonto), fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) und qualifizierte elektronische Signatur (QES) nach eIDAS-Verordnung. Welche Stufe konkret gefordert wird, regelt die Vergabestelle in den Bewerbungsbedingungen und richtet sich nach §§ 53, 55 VgV bzw. § 12 UVgO. Bei Bauverfahren werden ergänzend GAEB-Dateien (X81 für das LV des Auftraggebers, X83 für das Bieter-LV, X86 für die Auftragsdatei) zum Datenaustausch zwischen Vergabestelle und Bieter eingesetzt. Für Standarddokumente werden PDF/A, DOCX, XLSX und ZIP-Container akzeptiert. Eine qualifizierte Signaturkarte oder ein QES-Cloud-Zertifikat erhalten Bieter über zugelassene Vertrauensdiensteanbieter (z. B. D-Trust, Bundesdruckerei).
Welche Fristen und Bindefristen sind auf dem VMP Rheinland üblich?+
Die Mindestfristen richten sich nach Verfahrensart und Schwellenwert: Im offenen Verfahren oberhalb der EU-Schwelle beträgt die Angebotsfrist mindestens 35 Tage ab Versand der Bekanntmachung an das EU-Amtsblatt (§ 15 VgV), bei elektronischer Angebotsabgabe verkürzt auf 30 Tage. Unterhalb der EU-Schwelle setzen Vergabestellen die Fristen nach § 13 UVgO beziehungsweise § 10 VOB/A angemessen fest, üblich sind 14 bis 28 Tage. Die Bindefrist, bis zu der ein abgegebenes Angebot bindend bleibt, wird in den Bewerbungsbedingungen genannt und liegt bei rheinischen Kommunal- und Bauverfahren häufig zwischen 30 und 60 Tagen nach Eröffnungstermin. Eine Verlängerung der Bindefrist erfordert Ihre ausdrückliche Zustimmung; eine stillschweigende Verlängerung gibt es nicht.
Wo finde ich Nachprüfung und Rechtsschutz für Verfahren auf dem VMP Rheinland?+
Für Oberschwellenvergaben im Rheinland zuständig sind in erster Instanz die Vergabekammern bei der Bezirksregierung Köln (für Auftraggeber mit Sitz im Regierungsbezirk Köln) bzw. die Vergabekammern bei der Bezirksregierung Düsseldorf (für den Regierungsbezirk Düsseldorf). Beide entscheiden über Nachprüfungsanträge nach §§ 155 ff. GWB. Gegen die Entscheidung der Vergabekammer ist die sofortige Beschwerde beim Vergabesenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf zulässig (§ 171 GWB). Voraussetzung für die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags ist regelmäßig die rechtzeitige Rüge des Vergaberechtsverstoßes, innerhalb von zehn Kalendertagen nach Kenntnis bzw. bis Ablauf der Angebotsfrist bei aus der Bekanntmachung erkennbaren Verstößen (§ 160 Abs. 3 GWB). Für Unterschwellenvergaben gibt es keinen formalen Vergaberechtsschutz; bei Verstößen gegen das Haushaltsrecht oder das TVgG NRW können Bieter aber bei der Rechtsaufsicht oder bei den ordentlichen Zivilgerichten vorgehen.
Patterno: 4,500+ portals in one search
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