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IT & Telekommunikation

CPV 485|Betriebssysteme

Betriebssystemsoftware für Server, Desktops und mobile Endgeräte.

Beispiele

Windows Server-LizenzenLinux-Distributionen mit SupportDesktop-BetriebssystemeMobile BetriebssystemeVirtualisierungsplattformen

Was ist CPV-Code 485?

Der CPV-Code 485 steht im Common Procurement Vocabulary für Betriebssysteme. Dieser Code umfasst die Beschaffung von Betriebssystemsoftware für Server, Desktop-Arbeitsplätze, mobile Endgeräte sowie Virtualisierungsplattformen im öffentlichen Sektor.

Was fällt unter CPV 485?

Betriebssysteme umfassen verschiedene Kategorien:

  • Server-Betriebssysteme: Windows Server, Linux-Server-Distributionen (RHEL, SLES, Ubuntu Server)
  • Desktop-Betriebssysteme: Windows 10/11, Linux-Desktop-Distributionen
  • Mobile Betriebssysteme: Verwaltete Android- und iOS-Umgebungen (MDM)
  • Virtualisierungsplattformen: VMware vSphere, Hyper-V, KVM-basierte Lösungen
  • Container-Plattformen: Kubernetes-Distributionen, OpenShift, Docker Enterprise
  • Embedded-Betriebssysteme: Für spezialisierte Geräte und IoT-Anwendungen

Betriebssysteme werden oft zusammen mit Hardware (CPV 302/303) beschafft, können aber auch separat als Lizenz- oder Supportvertrag ausgeschrieben werden.

Wer nutzt CPV 485?

Betriebssysteme werden von allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung beschafft:

  • Rechenzentren von Bund, Ländern und Kommunen für Server-Infrastruktur
  • IT-Dienstleister der öffentlichen Hand wie Dataport, IT.NRW oder BWI
  • Bundeswehr (BWI) für militärische und zivile IT-Infrastruktur
  • Universitäten und Forschungseinrichtungen für Hochleistungsrechner und Laborsysteme
  • Alle Behörden für Desktop-Arbeitsplätze und mobile Endgeräte

Typische Projektgrößen und Schwellenwerte

ProjekttypTypisches Volumen
Desktop-OS für kleine Behörde5.000 – 25.000 €
Server-Lizenzen Mittlere Verwaltung25.000 – 200.000 €
Enterprise-Lizenzvereinbarung200.000 – 5.000.000 €
Landesweite Rahmenvereinbarung5.000.000 – 50.000.000 €

Microsoft Enterprise Agreements (EA) und Cloud Solution Provider (CSP) Verträge für die öffentliche Hand erreichen regelmäßig zweistellige Millionenbeträge.

Trends: Linux und Open Source

Der öffentliche Sektor in Deutschland setzt zunehmend auf Linux und Open-Source-Betriebssysteme:

  • Digitale Souveränität: Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern wird politisch gefordert
  • BSI-Empfehlungen: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterstützt Open-Source-Ansätze
  • Kostenkontrolle: Linux-basierte Systeme können langfristig günstiger sein
  • Sicherheit: Open-Source-Code kann unabhängig geprüft werden

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