Was ist CPV-Code 484?
Der CPV-Code 484 steht im Common Procurement Vocabulary für Bürosoftware. Dieser Code deckt die Beschaffung von Standardbürosoftware ab, die in praktisch jeder Behörde und öffentlichen Einrichtung zum Einsatz kommt.
Was fällt unter CPV 484?
Bürosoftware umfasst die alltäglichen Produktivitätswerkzeuge:
- Textverarbeitung: Microsoft Word, LibreOffice Writer und vergleichbare Produkte
- Tabellenkalkulation: Microsoft Excel, LibreOffice Calc, Spezialtabellentools
- Präsentationssoftware: Microsoft PowerPoint, LibreOffice Impress
- E-Mail-Clients: Microsoft Outlook, Thunderbird und ähnliche Programme
- Kollaborationstools: Microsoft Teams, Nextcloud und vergleichbare Lösungen
- PDF-Software: Adobe Acrobat, PDF-Editoren und -Reader
- Notiz- und Planungssoftware: OneNote, Mindmapping-Tools
Die Beschaffung erfolgt zunehmend als Abonnement (SaaS/Cloud) statt als Einmalkauf von Lizenzen, was die Vergabepraxis verändert hat.
Wer nutzt CPV 484?
Bürosoftware wird von allen öffentlichen Auftraggebern benötigt:
- Kommunale Verwaltungen: Typischerweise 50 – 5.000 Arbeitsplätze
- Landesbehörden: Oft zentrale Rahmenbeschaffungen für alle Dienststellen
- Bundesbehörden: Großvolumige Beschaffungen mit Zehntausenden Lizenzen
- Schulen und Universitäten: Spezielle Bildungslizenzen
- Öffentliche Unternehmen: Stadtwerke, Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe
Typische Projektgrößen und Schwellenwerte
Bürosoftware-Beschaffungen sind volumenmäßig oft bedeutend:
| Projekttyp | Typisches Volumen |
|---|---|
| Kleine Behörde (50 Lizenzen) | 10.000 – 30.000 € |
| Mittlere Verwaltung (500 Lizenzen) | 100.000 – 300.000 € |
| Landesweite Rahmenvereinbarung | 1.000.000 – 10.000.000 € |
| Bundesweite Beschaffung | 10.000.000 – 100.000.000 € |
Cloud-Abonnements (z.B. Microsoft 365) werden oft als Rahmenvereinbarungen über 4 Jahre ausgeschrieben. Die jährlichen Kosten pro Arbeitsplatz liegen typischerweise zwischen 150 und 400 Euro.
Open Source vs. proprietäre Software
Ein wichtiges Thema bei Bürosoftware-Beschaffungen ist die Frage Open Source vs. proprietär:
- Mehrere Bundesländer und Kommunen setzen auf LibreOffice als Alternative zu Microsoft Office
- Die Schleswig-Holstein-Initiative für Open Source hat bundesweite Aufmerksamkeit erlangt
- Interoperabilität und offene Standards (ODF) werden zunehmend gefordert
- Migrationskosten und Schulungsbedarf sind bei Wechselprojekten erheblich
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