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EignungsnachweisFortgeschritten10 min Lesezeit

Präqualifikation beantragen

So beantragen Sie die Präqualifikation und vereinfachen den Eignungsnachweis bei jeder Ausschreibung.

Übersicht der Schritte

  1. 1

    Voraussetzungen prüfen

    Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen die Grundvoraussetzungen für die Präqualifikation erfüllt.

  2. 2

    PQ-Stelle auswählen

    Wählen Sie die passende Präqualifizierungsstelle – je nach Leistungsart PQ-VOB oder AVPQ/ULV.

  3. 3

    Unterlagen zusammenstellen

    Stellen Sie alle erforderlichen Unterlagen zusammen: Handelsregister, Umsatznachweise, Referenzen, Versicherungen.

  4. 4

    Antrag einreichen

    Reichen Sie den Antrag bei der gewählten PQ-Stelle ein und zahlen Sie die Jahresgebühr.

  5. 5

    PQ-Nummer erhalten und nutzen

    Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie Ihre PQ-Nummer, die Sie in jedem Angebot angeben können.

Präqualifikation beantragen

Die Präqualifikation (PQ) ist ein zentrales Register, in dem Unternehmen ihre Eignung für öffentliche Aufträge vorab nachweisen können. Statt bei jeder Ausschreibung die gleichen Nachweise einzureichen, hinterlegen Sie Ihre Unterlagen einmalig und verweisen mit Ihrer PQ-Nummer darauf.

Was ist Präqualifikation?

Die Präqualifikation ist ein standardisiertes Verfahren zur Vorprüfung der Eignung. Unternehmen lassen sich von einer anerkannten Stelle prüfen und erhalten bei Bestehen eine PQ-Nummer. Diese Nummer wird im Angebot angegeben und der Auftraggeber kann die hinterlegten Nachweise online abrufen.

Arten der Präqualifikation

PQ-VOB (Bauleistungen):

  • Zuständig: Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Verein)
  • Gilt für Ausschreibungen nach VOB/A
  • Prüft: Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit
  • Kosten: ca. 500–800 EUR/Jahr je nach Umsatzkategorie

AVPQ / ULV (Liefer- und Dienstleistungen):

  • Amtliches Verzeichnis Präqualifizierter Unternehmen
  • Unternehmerverzeichnis für Liefer- und Dienstleistungen
  • Prüft ähnliche Kriterien wie PQ-VOB
  • Kosten: variieren je nach Stelle

Erforderliche Unterlagen

Für den PQ-Antrag benötigen Sie typischerweise:

  • Handelsregisterauszug (nicht älter als 6 Monate)
  • Gewerbeanmeldung oder Handwerkskarte
  • Umsatznachweise der letzten drei Geschäftsjahre
  • Referenzen vergleichbarer Leistungen
  • Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt, Berufsgenossenschaft und Krankenkasse
  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG
  • Erklärungen zu Ausschlussgründen (§ 123/124 GWB)

Vorteile der Präqualifikation

  1. Zeitersparnis: Standardnachweise müssen nicht bei jeder Ausschreibung neu zusammengestellt werden.
  2. Professioneller Eindruck: PQ signalisiert dem Auftraggeber Zuverlässigkeit und Erfahrung.
  3. Rechtssicherheit: Vorab geprüfte Eignung reduziert das Risiko eines Ausschlusses wegen formaler Mängel.
  4. Aktualität: Die PQ-Stelle erinnert an ablaufende Nachweise.

Jährliche Pflege

Die Präqualifikation ist kein einmaliger Akt:

  • Nachweise müssen jährlich aktualisiert werden
  • Neue Referenzen sollten regelmäßig ergänzt werden
  • Die Jahresgebühr muss rechtzeitig bezahlt werden
  • Bei wesentlichen Änderungen (z. B. Geschäftsführerwechsel) ist eine Meldung erforderlich

Fazit

Die Präqualifikation lohnt sich für jedes Unternehmen, das regelmäßig an öffentlichen Ausschreibungen teilnimmt. Die Investition in Gebühren und Aufwand zahlt sich durch Zeitersparnis und höhere Erfolgsquoten schnell aus. Nutzen Sie Patterno HIT, um nach der PQ-Registrierung passende Ausschreibungen zu finden.

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