eVergabe.de, kommerzielle Vergabeplattform der eVergabe.de GmbH (Dresden)
Kommerzielle Vergabeplattform aus Dresden, aggregiert öffentliche Bekanntmachungen und ermöglicht eigene Auftragsveröffentlichungen, nach Eigenangaben für rund 260.000 Kunden.
Bundesweit aktive, kommerzielle Vergabeplattform mit deutlichem Schwerpunkt auf Bauleistungen, Architektur- und Ingenieurleistungen sowie kommunalen Beschaffungen. Auftraggeber sind sowohl öffentliche Stellen (Städte, Landkreise, Zweckverbände) als auch privatwirtschaftliche Unternehmen, die Aufträge transparent ausschreiben möchten.
- 01eVergabe.de ist eine kommerzielle Vergabeplattform der eVergabe.de GmbH aus Dresden, nicht zu verwechseln mit eVergabe-Online des Bundes.
- 02Nach Eigenangaben genutzt von öffentlichen und gewerblichen Auftraggebern sowie rund 260.000 registrierten Bieterunternehmen.
- 03Schwerpunkt nach Patterno-Auswertung: Bauarbeiten (46 %) und Architektur-/Ingenieurleistungen (18 %), gefolgt von Transport und Abfallwirtschaft.
- 04Basisnutzung kostenfrei; erweiterte Funktionen und elektronische Angebotsabgabe nach Registrierung.
- 05Patterno bündelt eVergabe.de mit 4.500+ weiteren Portalen und liefert nur die für das eigene Profil relevanten Ausschreibungen.
Alle Top-Auftragsarten anzeigen
- CPV 45Bauarbeiten6.258 (45.8%)
- CPV 71Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste2.522 (18.4%)
- CPV 34Transportmittel1.223 (8.9%)
- CPV 90Abwasser- und Abfallbeseitigung1.026 (7.5%)
- CPV 44Baukonstruktionen, Baumaterialien631 (4.6%)
- CPV 30Büromaschinen, IT-Geräte430 (3.1%)
- CPV 79Unternehmensdienste: Recht, Marketing, Beratung422 (3.1%)
- CPV 39Möbel, Haushaltsgeräte, Reinigungsmittel418 (3.1%)
- CPV 42Industrielle Maschinen389 (2.9%)
- CPV 31Elektrische Maschinen, Geräte353 (2.6%)
eVergabe.de ist eine kommerzielle Vergabe- und Ausschreibungsplattform mit Sitz in Dresden, die von der eVergabe.de GmbH (Messering 5, 01067 Dresden) betrieben wird. Die Plattform ist eine eigenständige Marke und darf nicht mit eVergabe-Online verwechselt werden, dem zentralen Bundesportal des Beschaffungsamts des BMI (evergabe-online.de). Während eVergabe-Online ausschließlich Vergaben des Bundes abwickelt, agiert eVergabe.de als kommerzieller Marktplatz, der zum einen Bekanntmachungen aus öffentlichen Quellen aggregiert und zum anderen Auftraggebern aus dem privaten und öffentlichen Bereich eine eigene Veröffentlichungsinfrastruktur bietet.
Die Plattform hebt nach Angaben des Betreibers eine über 30-jährige Erfahrung im Ausschreibungswesen, etwa 1,8 Millionen Kontakte im Vergabe- und Beschaffungsumfeld sowie rund 290.000 jährlich veröffentlichte Bekanntmachungen hervor. Inhaltlich findet sich auf eVergabe.de eine Mischung aus öffentlichen Auftragsbekanntmachungen, gewerblichen Aufträgen und Auftragsanfragen, der Schwerpunkt liegt klar im Baubereich: Bauarbeiten (CPV-Hauptgruppe 45) und Architektur-/Ingenieurleistungen (CPV 71) machen zusammen rund 64 % aller Bekanntmachungen aus.
Für Bieter ist eVergabe.de in der Basisnutzung kostenfrei zugänglich; eine erweiterte Suche, individuelle Benachrichtigungsprofile sowie die elektronische Angebotsabgabe stehen nach Registrierung zur Verfügung. Auftraggeber können über die Plattform Vergabeverfahren nach VgV, UVgO und VOB/A rechtskonform abwickeln. Patterno bündelt eVergabe.de zusammen mit über 4.500 weiteren deutschen und europäischen Plattformen in einer einzigen, KI-gestützten Suche, Nutzer müssen also nicht zwischen eVergabe.de, eVergabe-Online, DTVP, TED & Co. hin- und herklicken.
Was ist eVergabe.de?
eVergabe.de ist eine kommerzielle Vergabe- und Ausschreibungsplattform, die unter www.evergabe.de erreichbar ist und von der eVergabe.de GmbH mit Sitz in Dresden (Messering 5, 01067 Dresden) betrieben wird. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter HRB 28209 eingetragen.
Wichtig zur Einordnung: Trotz des sehr ähnlichen Namens und der naheliegenden Domain ist eVergabe.de nicht identisch mit eVergabe-Online, dem zentralen Bundesportal des Beschaffungsamts des BMI. eVergabe-Online (evergabe-online.de) bündelt Bundesvergaben, während eVergabe.de ein kommerziell betriebener Vergabemarktplatz ist, der sich an öffentliche und privatwirtschaftliche Auftraggeber wie auch an Bieterunternehmen aller Branchen richtet. Beide Plattformen sind technisch, organisatorisch und rechtlich vollständig getrennt.
Die Plattform versteht sich nach Angaben des Betreibers als digitaler Marktplatz, der Bedarf und Angebot zusammenbringt: Auftraggeber veröffentlichen entweder eigene Auftragsbekanntmachungen nach VgV, UVgO oder VOB/A, oder es werden Bekanntmachungen aus öffentlichen Quellen aggregiert und auf der Plattform sichtbar gemacht. Für Bieter ergibt sich daraus eine breite Trefferbasis mit deutlichem Schwerpunkt auf Bau- und Ingenieurleistungen sowie kommunalen Beschaffungen.
Technisch handelt es sich um eine eigenständige Eigenentwicklung, eVergabe.de ist kein Mandant der cosinex-VMP-Familie (zu der u. a. das Deutsche Vergabeportal DTVP gehört) und nicht mit dem Bundesportal eVergabe-Online verbunden. Die Plattform setzt nach eigenen Angaben KI-Komponenten ein, um Bekanntmachungen zu klassifizieren, eine eigene Gewerkesystematik mit rund 470 Kategorien auf die etwa 9.000 CPV-Codes abzubilden und Bietern beim Verständnis von Vergabeunterlagen zu helfen (Stichwort „Bietercockpit“). Für die rechtskonforme elektronische Abwicklung im Sinne von § 12a VgV bietet eVergabe.de die übliche Toolchain aus Bekanntmachung, Bereitstellung der Vergabeunterlagen, Bieterfragen, elektronischer Angebotsabgabe und Vergabevermerk.
Für den Vergaberechtsrahmen gelten auch auf eVergabe.de die einschlägigen Regeln: GWB und VgV für Oberschwellenvergaben, UVgO für Unterschwellenvergaben des Bundes (und in den meisten Bundesländern), sowie die VOB/A für Bauleistungen. Bieter haben dieselben Rechte wie auf jeder anderen E-Vergabeplattform, vom Recht auf eine vollständige und transparente Bekanntmachung über die Bieterfrage und die formelle Rüge bis hin zum Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer im Oberschwellenbereich.
Wer betreibt eVergabe.de?
Betreiber der Plattform ist die eVergabe.de GmbH mit eingetragenem Sitz in Dresden. Die im Impressum genannten Geschäftsführer sind Christoph Deutsch, Carsten Prokop und Sylvia Seidler. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Nummer HRB 28209 eingetragen.
Nach Angaben des Betreibers blickt das Unternehmen auf über drei Jahrzehnte Erfahrung im Ausschreibungs- und Beschaffungsumfeld zurück. Eigenen Angaben zufolge verfügt eVergabe.de über rund 1,8 Millionen Kontakte im Vergabe- und Beschaffungsumfeld, einen Kundenstamm von etwa 260.000 Nutzern und veröffentlicht pro Jahr rund 290.000 Bekanntmachungen aus Deutschland und darüber hinaus.
Neben dem reinen Marktplatzbetrieb engagiert sich das Unternehmen in der Weiterbildung: Eine angeschlossene Academy bietet nach Angaben des Betreibers jährlich über 500 Schulungsveranstaltungen zu Themen wie Vergaberecht, Vertragsrecht und Arbeitsrecht an, sowohl für Auftraggeber-Mitarbeitende (Vergabestellen, Vergabekoordinatoren) als auch für Bieter.
eVergabe.de ist organisatorisch und rechtlich eine eigenständige Gesellschaft. Sie steht nicht in einem Konzern- oder Mandantenverhältnis zur cosinex GmbH (Bochum, Betreiberin von DTVP und Hoster zahlreicher Landesvergabemarktplätze), zur subreport Verlag Schawe GmbH (Köln) oder zum Beschaffungsamt des BMI (Betreiber von eVergabe-Online). Damit ist eVergabe.de ein klassischer kommerzieller Plattformbetreiber, dessen Geschäftsmodell auf Veröffentlichungsgebühren der Auftraggeberseite, Premium-Bieterservices und Schulungsangeboten beruht.
Der Sitz in Dresden hat historisch einen leichten Schwerpunkt auf ostdeutsche Kommunen, das Geschäftsfeld ist heute jedoch bundesweit ausgerichtet und für Auftraggeber in allen 16 Bundesländern offen.
Welche Ausschreibungen findet man auf eVergabe.de?
Nach Patterno-Auswertung umfasst die Plattform aktuell 36.617 Bekanntmachungen im Zeitraum 2024-07-24 bis 2026-05-13. Das macht eVergabe.de zu einem der volumenstärksten Marktplätze in unserer Datenbasis.
Branchenstruktur (46% Bauarbeiten, 18% Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste, 9% Transportmittel): Der Schwerpunkt liegt eindeutig im Bau- und Infrastrukturbereich. Bauarbeiten (CPV-Hauptgruppe 45) machen rund 46 % aller Bekanntmachungen aus, gefolgt von Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdiensten (CPV 71) mit etwa 18 %. Damit entfallen knapp zwei Drittel des gesamten Ausschreibungsaufkommens auf den weiteren Bausektor. Es folgen Transportmittel (CPV 34, ~9 %), Abwasser- und Abfallbeseitigung (CPV 90, ~7,5 %) sowie Baukonstruktionen und Baumaterialien (CPV 44, ~5 %). Weitere relevante Kategorien sind Büromaschinen und IT-Geräte (CPV 30), Unternehmensdienste (CPV 79), Möbel und Haushaltsgeräte (CPV 39), industrielle Maschinen (CPV 42) und elektrische Maschinen (CPV 31). IT-Dienstleistungen im engeren Sinne (CPV 72) und Pharma (CPV 33) sind auf eVergabe.de unterrepräsentiert.
Verfahrensarten (91% Offenes Verfahren, 6% Verhandlungsverfahren): Die Verteilung ist stark vom offenen Verfahren geprägt, rund 91 % aller Vergaben werden offen ausgeschrieben, was sehr typisch für klassische öffentliche Bauvergaben (VOB/A) und Unterschwellenvergaben nach UVgO ist. Verhandlungsverfahren machen etwa 6 %, nicht offene Verfahren rund 3 % aus. Wettbewerbliche Dialoge und Innovationspartnerschaften spielen praktisch keine Rolle (jeweils deutlich unter 1 %). Interessenbekundungsverfahren tauchen vereinzelt auf.
Regionale Verteilung (63% Sachsen, 20% Sachsen-Anhalt, 7% Thüringen): eVergabe.de hat historisch einen Schwerpunkt auf ostdeutschen Kommunen, die Plattform ist aber bundesweit aktiv. Auftraggeber sind vorwiegend Städte, Gemeinden, Landkreise, Zweckverbände, kommunale Eigenbetriebe und kommunale Wohnungsgesellschaften, ergänzt um privatwirtschaftliche Auftraggeber mit transparenten Ausschreibungsprozessen.
Auftragsvolumen: Sowohl Oberschwellenvergaben (oberhalb der EU-Schwellenwerte, derzeit z. B. 5,538 Mio. € für Bauaufträge im klassischen Bereich) als auch Unterschwellenvergaben sind vertreten. Wer im Bereich Bau, Ingenieurleistungen, Tiefbau, Hochbau, Straßenbau, Abwasser/Abfall, kommunale Infrastruktur unterwegs ist, findet auf eVergabe.de einen substanziellen Anteil seines deutschen Marktes. Wer hingegen primär IT-Beratung, Pharma oder spezialisierte Dienstleistungen verkauft, sollte eVergabe.de eher als Ergänzung zu Plattformen wie DTVP, eVergabe-Online oder TED betrachten, nicht als Hauptkanal.
So suchst du Ausschreibungen auf eVergabe.de
- 011. Plattform aufrufen und Suche ohne Registrierung testen
Öffnen Sie
www.evergabe.dedirekt im Browser. Die Plattform ermöglicht eine freie Suche über alle aktuell veröffentlichten Bekanntmachungen, ohne dass eine Registrierung erforderlich wäre. Sie können nach Stichwort, Region (Bundesland, Postleitzahl) oder Branche (Gewerk) filtern. Für eine systematische Marktbeobachtung empfiehlt es sich aber, ein Bieterkonto anzulegen, da nur registrierte Nutzer dauerhafte Suchprofile, E-Mail-Alerts und einen vollständigen Dokumentendownload erhalten. Beachten Sie, dass nicht jede Bekanntmachung mit eVergabe.de als ausführende Plattform verbunden ist, viele Treffer stammen aus aggregierten Quellen und führen für die Angebotsabgabe auf andere Vergabemarktplätze. - 022. Bieterkonto registrieren
Klicken Sie auf „Registrieren“ und wählen Sie die Rolle Auftragnehmer / Bieter. Geben Sie Firmenstammdaten an (Firmenname, USt-IdNr., Anschrift, Ansprechpartner) sowie eine geschäftliche E-Mail-Adresse. Nach Bestätigung der E-Mail können Sie Ihr Profil mit Branchencodes (CPV) und Leistungsbereichen vervollständigen. Diese Angaben sind die Basis für spätere Benachrichtigungen und das interne Matching. Eine qualifizierte elektronische Signatur ist für die reine Registrierung nicht erforderlich, sie wird erst relevant, wenn ein konkretes Angebot mit Signaturpflicht abzugeben ist (siehe § 53 VgV, § 38 UVgO).
- 033. Suchprofil und Benachrichtigungen einrichten
Nach dem Login finden Sie unter „Meine Suche“ bzw. „Suchprofile“ die Möglichkeit, Filter dauerhaft zu speichern. Die Plattform arbeitet mit einer eigenen Gewerkeklassifikation von rund 470 Kategorien, die auf die ca. 9.000 CPV-Codes abgebildet wird. Wählen Sie alle für Ihre Leistungspalette relevanten Kategorien aus und ergänzen Sie ggf. eine geografische Eingrenzung (Bundesland, Umkreis-Suche um eine Postleitzahl). Aktivieren Sie anschließend die E-Mail-Benachrichtigung. Wir empfehlen, lieber zwei bis drei thematisch enger gefasste Profile anzulegen als ein einzelnes breites, so vermeiden Sie, dass relevante Treffer in zu langen Listen untergehen.
- 044. Bekanntmachung öffnen und Vergabeunterlagen herunterladen
Jede Bekanntmachung enthält die Pflichtangaben nach § 40 VgV bzw. § 28 UVgO: Auftraggeber, Auftragsgegenstand, geschätzter Auftragswert, Verfahrensart, Eignungs- und Zuschlagskriterien sowie Fristen. Über den Button „Vergabeunterlagen herunterladen“ erhalten registrierte Nutzer Zugriff auf das Leistungsverzeichnis (LV), die Bewerbungsbedingungen, ggf. Pläne und Anlagen. Bei Bauleistungen handelt es sich oft um GAEB-Dateien (
.x84,.x86); bei Lieferungen häufig um PDF-Formulare. Prüfen Sie sofort die Bindefrist und den Submissionstermin, diese Daten sind unveränderlich, eine verspätete Abgabe führt zwingend zum Ausschluss. - 055. Bieterfragen stellen und Bietercockpit nutzen
Unklarheiten im LV oder in den Eignungskriterien sollten Sie zeitnah über die Funktion „Bieterfrage“ an die Vergabestelle adressieren. Die Antwort wird in der Regel anonymisiert allen interessierten Bietern zur Verfügung gestellt, ein wichtiges Element des Gleichbehandlungsgrundsatzes und des Transparenzgebots. eVergabe.de stellt nach Angaben des Betreibers ein KI-gestütztes „Bietercockpit“ bereit, das Bietern hilft, Unterlagen strukturiert zu sichten und formale Anforderungen zu prüfen. Eigene rechtliche Prüfungen ersetzt das nicht, bei substantiellen Zweifeln (z. B. unklare Eignungsanforderungen) ist eine Rüge nach § 160 Abs. 3 GWB innerhalb der Frist sinnvoll.
- 066. Angebot elektronisch erstellen und einreichen
Die elektronische Angebotsabgabe erfolgt über das Bietercockpit der Plattform. Laden Sie das ausgefüllte Leistungsverzeichnis (bei Bau: GAEB-Datei), das Angebotsschreiben sowie alle geforderten Nachweise (Eigenerklärung zur Eignung, ggf. Präqualifikationsnachweis, Versicherungsnachweise, Referenzlisten) hoch. Je nach Schwellenwert und Anforderung verlangt die Vergabestelle eine fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur (siehe § 53 VgV). Reichen Sie das Angebot deutlich vor Ablauf der Frist ein, der Zeitstempel der Plattform ist maßgeblich, nicht der Versandzeitpunkt von Ihrem Rechner.
- 077. Submission, Wertung und Zuschlag verfolgen
Nach Ablauf der Angebotsfrist findet die Submission statt, bei öffentlichen Bauvergaben nach VOB/A in Anwesenheit der Bieter, bei VgV-/UVgO-Verfahren in der Regel intern. Die Vergabestelle prüft formelle Vollständigkeit, Eignung und Wirtschaftlichkeit. Den Stand Ihres Angebots können Sie im Bietercockpit verfolgen. Bei einem Oberschwellenverfahren erhalten unterlegene Bieter eine Vorabinformation nach § 134 GWB mit einer Wartefrist von 10 bzw. 15 Tagen, bevor der Zuschlag erteilt wird. Innerhalb dieser Frist kann ein Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer gestellt werden, sofern Sie zuvor formgerecht gerügt haben.
Login & Registrierung
Die Registrierung auf eVergabe.de unterscheidet zwischen zwei Hauptrollen: Auftragnehmer (Bieter) und Auftraggeber (Vergabestelle / ausschreibendes Unternehmen). Die Registrierung als Bieter ist nach Angaben des Betreibers kostenfrei und erfolgt online über das entsprechende Anmeldeformular.
Registrierung als Bieter: Benötigt werden Firmenstammdaten (offizieller Firmenname, Anschrift, Rechtsform, USt-IdNr.), Kontaktdaten eines Ansprechpartners sowie eine geschäftliche E-Mail-Adresse. Nach Bestätigung der E-Mail-Adresse ist der Account aktiv und kann mit weiteren Profilangaben gefüllt werden, insbesondere die Auswahl der CPV-Codes bzw. der plattforminternen Gewerkesystematik ist wichtig, da diese die Grundlage für E-Mail-Alerts und das Profil-Matching bilden. Eine qualifizierte elektronische Signatur ist für die reine Registrierung nicht erforderlich; sie kann je nach Einzelverfahren zur Angebotsabgabe relevant werden (vgl. § 53 VgV).
Registrierung als Auftraggeber: Auftraggeber müssen sich verifizieren lassen und mit der eVergabe.de GmbH die Konditionen für Veröffentlichungen klären. Hier gilt, anders als bei reinen Bundes- oder Landesplattformen, ein klassisches kommerzielles Modell mit Veröffentlichungspaketen und Servicelevel-Optionen. Die Plattform unterstützt Auftraggeber bei der vollständigen elektronischen Durchführung des Verfahrens von der Bekanntmachung bis zum Vergabevermerk.
Datenschutz und Identifikation: Wie alle E-Vergabeplattformen unterliegt auch eVergabe.de der DSGVO. Personenbezogene Daten der Ansprechpartner werden nur in dem Umfang verarbeitet, der für die Vergabeabwicklung erforderlich ist. Bieter sollten bei der Hinterlegung von Eignungsnachweisen (Versicherungsnachweis, Präqualifikationszertifikate, Referenzlisten) prüfen, ob die Plattform diese dauerhaft im Bieterprofil speichert oder ob sie verfahrensbezogen hochzuladen sind, beides ist je nach Vergabestelle möglich.
Für den eigentlichen Login empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen ein eigenes Passwort pro Mitarbeiter und die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung, sofern angeboten, gerade weil die hinterlegten Eignungsnachweise sensible Unternehmensdaten enthalten können.
Häufig gestellte Fragen
Ist eVergabe.de identisch mit eVergabe-Online des Bundes?+
Nein. eVergabe.de (evergabe.de) wird von der eVergabe.de GmbH in Dresden betrieben und ist eine kommerzielle Vergabeplattform. eVergabe-Online (evergabe-online.de) hingegen ist das zentrale Bundesportal, betrieben vom Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI). Über eVergabe-Online wickeln Bundesministerien und nachgeordnete Behörden ihre Vergaben ab. eVergabe.de richtet sich an einen breiteren Markt aus öffentlichen Stellen (Kommunen, Zweckverbänden) und privatwirtschaftlichen Auftraggebern. Trotz der ähnlichen Domains und Namen handelt es sich um zwei rechtlich und technisch vollständig getrennte Systeme mit unterschiedlichen Konten, Login-Daten und Zugängen.
Was kostet die Nutzung von eVergabe.de für Bieter?+
Die Basisnutzung, Suche, Anzeige von Bekanntmachungen und Download der Vergabeunterlagen, ist nach Angaben des Betreibers für Bieter kostenfrei. Eine kostenfreie Registrierung wird empfohlen, um Suchprofile, E-Mail-Benachrichtigungen und das Bietercockpit voll nutzen zu können. Für erweiterte Funktionen wie tiefergehende Such- und Auswertungsmöglichkeiten oder Premium-Mitgliedschaften können je nach Angebot Gebühren anfallen, die genauen Konditionen sollten direkt beim Anbieter erfragt werden, da die Preisgestaltung sich ändern kann. Für Auftraggeber, die über eVergabe.de Vergaben veröffentlichen wollen, gilt ein eigenes kostenpflichtiges Veröffentlichungsmodell.
Welche Branchen dominieren auf eVergabe.de?+
Nach Patterno-Auswertung der über 36.617 Bekanntmachungen aus dem Zeitraum 2024-07-24 bis 2026-05-13 liegt der Schwerpunkt eindeutig im Baubereich: CPV 45 (Bauarbeiten) macht rund 46 %, CPV 71 (Architektur- und Ingenieurleistungen) rund 18 % aller Bekanntmachungen aus. Es folgen Transportmittel (CPV 34, ~9 %), Abwasser-/Abfallbeseitigung (CPV 90, ~7,5 %) sowie Baumaterialien und Baukonstruktionen (CPV 44, ~5 %). IT-Geräte (CPV 30), Unternehmensdienste (CPV 79) und Industriemaschinen (CPV 42) sind ebenfalls vertreten, aber nachrangig. Wer Pharma, Software-Dienstleistungen oder Beratung anbietet, findet auf eVergabe.de zwar einzelne Treffer, sollte aber zusätzlich auf andere Portale wie TED, DTVP oder eVergabe-Online schauen.
Brauche ich eine qualifizierte elektronische Signatur für die Angebotsabgabe?+
Das hängt vom Verfahren ab. Für Oberschwellenvergaben nach VgV ist gemäß § 53 VgV grundsätzlich die Textform ausreichend; eine qualifizierte elektronische Signatur (qeS) darf von der Vergabestelle nur in begründeten Ausnahmefällen verlangt werden. Für Unterschwellenvergaben gilt nach § 38 UVgO ebenfalls in der Regel die Textform. Bei VOB/A-Verfahren ist die Vorgabe ähnlich, kann aber je nach Auftraggeber strenger sein. Prüfen Sie immer den Reiter „Anforderungen“ bzw. die Bewerbungsbedingungen der konkreten Bekanntmachung, dort steht, ob Textform, fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur verlangt wird. Eine qeS benötigt eine zertifizierte Signaturkarte oder eine Cloud-Signatur eines Vertrauensdiensteanbieters nach eIDAS.
Werden auf eVergabe.de auch Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte veröffentlicht?+
Ja. Anders als TED, das ausschließlich Oberschwellenvergaben enthält, bildet eVergabe.de sowohl Oberschwellen- als auch Unterschwellenvergaben ab. Patterno-Daten zeigen, dass rund 91 % der Bekanntmachungen offene Verfahren sind, 6 % Verhandlungsverfahren und 3 % nicht offene Verfahren, eine typische Verteilung sowohl für klassische öffentliche Bauvergaben (VOB/A) als auch für Unterschwellenvergaben nach UVgO. Insgesamt deckt die Plattform damit ein breites Spektrum vom kleineren kommunalen Auftrag bis hin zu größeren EU-weiten Bauleistungen ab. Die genaue Verfahrensart und der Auftragswert finden sich in jeder Bekanntmachung.
Wie unterscheidet sich eVergabe.de von DTVP, Vergabe24 oder subreport ELViS?+
Die genannten Plattformen sind allesamt Vergabemarktplätze, unterscheiden sich aber technisch und organisatorisch. DTVP (Deutsches Vergabeportal, betrieben von cosinex GmbH in Bochum) ist auf der cosinex-VMP-Technologie aufgebaut und stellt Vergabestellen wie der Bundesdruckerei eine eigene Mandantenumgebung zur Verfügung. subreport ELViS ist die Plattform der subreport Verlag Schawe GmbH (Köln). Vergabe24 wird von der Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH betrieben und ist primär auf BW fokussiert. eVergabe.de wiederum ist eine eigenständige Marke der eVergabe.de GmbH (Dresden) mit eigener Technologie und Geschäftsmodell. Sie alle erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an die elektronische Vergabe nach § 12a VgV.
Was tun, wenn ich eine fehlerhafte Bekanntmachung oder unklare Eignungskriterien entdecke?+
Klären Sie Unklarheiten zunächst über die plattforminterne Bieterfrage-Funktion. Reicht die Antwort nicht, oder enthält die Bekanntmachung Ihrer Auffassung nach einen Vergaberechtsverstoß (z. B. unangemessene Eignungsanforderungen, intransparente Wertungskriterien), bleibt der Weg über die formelle Rüge nach § 160 Abs. 3 GWB. Die Rüge muss unverzüglich nach Kenntnis des Verstoßes erfolgen, bei erkannten Verstößen in der Bekanntmachung spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist. Hilft die Rüge nicht, können Oberschwellenvergaben innerhalb von 15 Kalendertagen nach der Rüge-Antwort bzw. nach Vorabinformation gemäß § 134 GWB bei der zuständigen Vergabekammer angegriffen werden. Für Unterschwellenvergaben gilt der ordentliche Rechtsweg.
Kann ich eVergabe.de mit Patterno kombinieren?+
Ja, und genau dafür ist Patterno gebaut. eVergabe.de ist einer von über 4.500 Marktplätzen, die Patterno durchsuchbar macht. Statt jeden Morgen mehrere Portale (eVergabe.de, eVergabe-Online, DTVP, TED, Vergabe24, …) einzeln aufzurufen und dort jeweils Suchprofile zu pflegen, hinterlegen Sie Ihr Geschäftsprofil einmal in Patterno. Die KI bewertet jede neue Bekanntmachung quer über alle Plattformen anhand Ihrer Branche, Produkte, Region und Budgetspanne und liefert nur tatsächlich passende Treffer. Die Angebotsabgabe selbst erfolgt weiterhin auf der jeweiligen Originalplattform, Patterno verlinkt Sie aus dem Suchergebnis direkt in die Bekanntmachung auf eVergabe.de.
Patterno: 4.500+ Portale in einer Suche
In der Praxis suchen die meisten Bieter nicht nur auf einem Portal. Wer im Bau- und Ingenieurbereich unterwegs ist, ist mit eVergabe.de gut bedient, wird aber gleichzeitig Treffer auf eVergabe-Online, DTVP, subreport ELViS, iTWO Tender, Vergabe24, dem Deutschen Ausschreibungsblatt sowie auf den 16 Landes- und vielen kommunalen Plattformen finden. Schon innerhalb derselben Branche kommt man so schnell auf 5 bis 15 Portale, die regelmäßig zu prüfen wären.
Patterno setzt genau hier an: Statt jeden Morgen jedes einzelne Portal manuell zu öffnen, hinterlegen Sie Ihr Geschäftsprofil (Branche, Produkte, Region, Budgetspanne) einmal. Die KI von Patterno bewertet anschließend jede neue Bekanntmachung quer über alle angeschlossenen Plattformen, inklusive eVergabe.de, anhand Ihres individuellen Profils und liefert eine kuratierte Tagesübersicht der wirklich relevanten Ausschreibungen, entweder per E-Mail oder im Dashboard.
Wichtig: Patterno ersetzt eVergabe.de nicht, sondern komplementiert es. Die Angebotsabgabe und alle rechtlich relevanten Schritte (Bieterfragen, Angebotsabgabe, qualifizierte elektronische Signatur, Vergabevermerk) erfolgen weiterhin direkt auf eVergabe.de. Patterno verlinkt aus dem Suchergebnis nahtlos in die Originalbekanntmachung. Sie behalten also Ihren bestehenden Account, Ihr Bietercockpit und Ihre Workflows, und sparen die Zeit, die heute in das Hin- und Herklicken zwischen Portalen fließt.
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