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Vergabe-Portal Guide
Aktualisiert: 19. Mai 2026Patterno Redaktion

Bieterportal Deutsche Bahn (bieterportal.noncd.db.de)

Konzern-Bieterportal der Deutschen Bahn AG für Ausschreibungen aus Schiene, Bau, Infrastruktur, IT und Engineering, als Sektorenauftraggeber nach SektVO.

DB Bieterportal aufrufenUnternehmens-Portal
Domain
db.de
Portaltyp
Unternehmens-Portal
Betreiber
Deutsche Bahn AG (DB Beschaffung / DB Procurement), Berlin. Das Portal wird konzernweit für die Vergabestellen der DB-Konzerngesellschaften betrieben.
Schwerpunkt

Konzernweit für alle Tochter- und Konzerngesellschaften der Deutsche Bahn AG (u. a. DB InfraGO AG, DB Cargo, DB Regio, DB Fernverkehr, DB Engineering & Consulting, DB Systel, DB Energie, DB Bahnbau Gruppe). Räumlich primär Deutschland mit Schwerpunkt Hessen (Konzernsitz Frankfurt/Berlin); Aufträge mit Bezug zu Streckennetz, Bahnhöfen, Werken und Konzernzentralfunktionen.

Kurzfassung
  • 01Konzern-Bieterportal der Deutschen Bahn AG für Bekanntmachungen, Vergabeunterlagen und elektronische Angebotsabgabe.
  • 02Operativ verantwortlich ist DB Beschaffung; das Portal wird für alle DB-Konzerngesellschaften genutzt.
  • 03Schwerpunkt sind Schienen- und Tiefbau, Bahninfrastruktur, Engineering, IT- sowie Energie- und Telekommunikationsleistungen.
  • 04Rechtsrahmen ist überwiegend die Sektorenverordnung (SektVO) für DB als Sektorenauftraggeber im Verkehrssektor.
  • 05Patterno bündelt das Bieterportal Deutsche Bahn mit über 4.500 weiteren Plattformen in einer Suche.
Bekanntmachungen
9.566
Top Kategorie
Bauarbeiten
50%
Häufigstes Verfahren
Offenes Verfahren
52%
Alle Top-Auftragsarten anzeigen
  • CPV 45Bauarbeiten4.631 (49.9%)
  • CPV 71Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste3.171 (34.1%)
  • CPV 79Unternehmensdienste: Recht, Marketing, Beratung667 (7.2%)
  • CPV 34Transportmittel254 (2.7%)
  • CPV 48Software-Pakete und Informationssysteme129 (1.4%)
  • CPV 32Funk-, Fernseh-, Nachrichten- und Kommunikationstechnik120 (1.3%)
  • CPV 31Elektrische Maschinen, Geräte87 (0.9%)
  • CPV 42Industrielle Maschinen81 (0.9%)
  • CPV 44Baukonstruktionen, Baumaterialien74 (0.8%)
  • CPV 90Abwasser- und Abfallbeseitigung71 (0.8%)

Das Bieterportal Deutsche Bahn (bieterportal.noncd.db.de) ist die zentrale E-Vergabe-Plattform des Deutsche-Bahn-Konzerns. Über das Portal werden Bekanntmachungen, Vergabeunterlagen und Angebotsabgaben für nahezu alle Konzerngesellschaften der DB AG abgewickelt, von Schienen- und Tiefbauarbeiten über Engineering- und Planungsleistungen bis zu IT-, Telekommunikations- und Verwaltungs-Beschaffungen.

Das Portal richtet sich an Bieter, die Aufträge der Deutschen Bahn als Sektorenauftraggeber im Verkehrssektor abwickeln möchten. Rechtsgrundlage ist überwiegend die Sektorenverordnung (SektVO) für Vergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte; unterhalb davon kommen konzerninterne Beschaffungsrichtlinien zur Anwendung. Daneben betreibt die DB AG ein separates Lieferantenportal (lieferanten.deutschebahn.com), das die vorgelagerte Lieferantenregistrierung und Präqualifikation organisiert.

Die Plattform ist mehrsprachig nutzbar und für Unternehmen aus dem In- und Ausland zugänglich. Mit rund 9.566 Bekanntmachungen im Beobachtungszeitraum gehört das Bieterportal zu den volumenstärksten Konzern-Plattformen im deutschen Vergaberecht außerhalb klassischer Bund-/Länder-Portale.

01

Was ist DB Bieterportal?

Das Bieterportal Deutsche Bahn unter bieterportal.noncd.db.de ist die zentrale elektronische Vergabeplattform des Deutsche-Bahn-Konzerns. Auf der Plattform werden Auftragsbekanntmachungen veröffentlicht, Vergabeunterlagen bereitgestellt, Bieterfragen ausgetauscht und Angebote elektronisch eingereicht. Anders als staatlich betriebene Plattformen (etwa Landes-Vergabemarktplätze für die öffentliche Verwaltung) handelt es sich beim DB-Bieterportal um ein privatrechtlich organisiertes Konzern-Bieterportal, das jedoch öffentlich-rechtlichen Beschaffungsvorgängen dient: Die Deutsche Bahn AG gilt, insbesondere in den Bereichen Eisenbahninfrastruktur und Schienenpersonenverkehr, als Sektorenauftraggeber im Sinne der §§ 100 ff. GWB.

Rechtsgrundlage für die hier abgewickelten Verfahren ist überwiegend die Sektorenverordnung (SektVO) für Vergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte. Für Verfahren mit nicht-sektoralem Bezug können die VgV bzw. UVgO einschlägig sein; in einzelnen Konstellationen greifen die konzerninternen Beschaffungsrichtlinien. Das DB-Bieterportal erfüllt die Anforderungen der E-Vergabe nach § 53 SektVO (bzw. § 9 VgV im klassischen Bereich), wonach Vergabeunterlagen elektronisch bereitzustellen und Angebote elektronisch zu übermitteln sind.

Die Plattform wird seit vielen Jahren als zentrales Werkzeug für die DB-weite Auftragsbekanntmachung und Angebotsabgabe genutzt. Sie deckt sowohl klassische Liefer- und Dienstleistungsaufträge als auch komplexe Bau- und Engineering-Aufträge ab. Die Bandbreite der hier abgewickelten Beschaffungen reicht von Schienen, Weichen und Oberleitungsmasten über Tunnel- und Brückenbauleistungen, Signaltechnik und Leitsystemen bis hin zu IT-Dienstleistungen, EVB-IT-Verträgen, Engineering- und Planungsleistungen sowie Verwaltungs- und Facility-Management-Leistungen für Bahnhöfe und Liegenschaften.

Für Bieter ist wichtig zu verstehen, dass das Portal in einen weiteren Beschaffungs-Stack der DB AG eingebettet ist: Neben dem Bieterportal betreibt der Konzern ein separates Lieferantenportal unter lieferanten.deutschebahn.com für Registrierung, Stammdatenpflege und Präqualifikation. Bekanntmachungen oberhalb der EU-Schwellenwerte werden zusätzlich auf TED veröffentlicht. Wer regelmäßig an DB-Vergaben teilnimmt, sollte deshalb beide Plattformen kennen und sein Monitoring entsprechend aufsetzen.

02

Wer betreibt DB Bieterportal?

Betreiber des Bieterportals ist die Deutsche Bahn AG, das integrierte Mobilitäts- und Logistikunternehmen mit Sitz in Berlin. Die DB AG ist zu 100 % im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und gliedert sich in mehrere börsennotierte bzw. eigenständige Konzerngesellschaften, von denen jede eigene Beschaffungsbedarfe hat und über das gemeinsame Bieterportal Aufträge ausschreibt.

Die wesentlichen DB-Vergabestellen sind:

  • DB InfraGO AG, Bewirtschafterin des deutschen Schienennetzes und der Bahnhöfe (hervorgegangen aus DB Netz und DB Station&Service); zuständig für Schienen- und Tiefbauaufträge, Oberbau, Signaltechnik, Bahnhofs-Infrastruktur.
  • DB Cargo AG, Schienengüterverkehr; Beschaffung u. a. von Güterwagen, Wartungsleistungen, Logistik-IT.
  • DB Regio AG und DB Fernverkehr AG, Personenverkehr; Wartung, Reinigung, Catering, Fahrzeug-Komponenten.
  • DB Energie GmbH, Bahnstrom- und Energieversorgung; Lieferaufträge für Strom, Anlagen, Betriebsmittel.
  • DB Systel GmbH, interner IT-Dienstleister des Konzerns; IT-Hardware, Software, Cloud- und Beratungsleistungen.
  • DB Engineering & Consulting GmbH, Planungs- und Beratungsleistungen für Infrastrukturprojekte.
  • DB Bahnbau Gruppe GmbH und weitere Bau- und Service-Tochtergesellschaften.

Konzernweit wird der Einkauf durch DB Beschaffung / DB Procurement koordiniert, das gemeinsame Rahmenverträge, Compliance-Vorgaben und einheitliche Vergabeprozesse für alle Konzerngesellschaften bereitstellt. Daraus ergibt sich, dass im Bieterportal sowohl konzernweite Rahmenvereinbarungen als auch einzelgesellschaftliche Einzelvergaben zu finden sind, die in der Bekanntmachung jeweils ausgewiesene Vergabestelle ist deshalb ein wichtiges Filterkriterium für Bieter.

03

Welche Ausschreibungen findet man auf DB Bieterportal?

Die im Bieterportal Deutsche Bahn veröffentlichten Aufträge spiegeln das breite Geschäftsfeld des DB-Konzerns. Über den Beobachtungszeitraum 2024-07-24 bis 2026-05-13 wurden rund 9.566 Bekanntmachungen im Portal erfasst.

Auftragsstruktur nach CPV-Hauptkategorien: 50% Bauarbeiten, 34% Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste, 7% Unternehmensdienste: Recht, Marketing, Beratung. Damit dominieren, wie bei einem klassischen Sektorenauftraggeber im Verkehrsbereich erwartbar, Bau- und Ingenieurleistungen. Bauleistungen (CPV 45) und Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste (CPV 71) machen den Großteil aller Bekanntmachungen aus. Daneben fallen ins Gewicht: Unternehmensdienstleistungen (Beratung, Recht, Marketing, CPV 79), Transportmittel und Schienenfahrzeug-Komponenten (CPV 34), Software-Pakete und Informationssysteme (CPV 48) sowie Kommunikationstechnik (CPV 32).

Regionale Verteilung: 72% Hessen, 14% Berlin, 5% Baden-Württemberg. Der starke Schwerpunkt auf Hessen erklärt sich durch die Lage zentraler DB-Konzernfunktionen und Beschaffungsstellen in Frankfurt am Main sowie über das Konzernhandquartier in Berlin. Räumliche Leistungsorte liegen dennoch verteilt über das gesamte Bundesgebiet, da die DB-Infrastruktur bundesweit unterhalten wird.

Verfahrensarten: 52% Offenes Verfahren, 48% Verhandlungsverfahren. Auffällig ist der hohe Anteil von Verhandlungsverfahren, ein typisches Muster bei Sektorenauftraggebern, da die SektVO eine freiere Wahl der Verfahrensart erlaubt als die VgV. Das offene Verfahren dominiert bei standardisierten Bauleistungen und Lieferaufträgen; das Verhandlungsverfahren wird besonders bei komplexen Engineering-, IT- und Großprojekten eingesetzt.

Für Bieter aus dem Bau- und Energie-Sektor ist das Portal eine der mengenstärksten Quellen für Schienen-, Tiefbau- und Ingenieurausschreibungen. Auch IT- und Software-Anbieter (siehe IT- und Digitalisierungs-Vergaben) finden hier regelmäßig EVB-IT-Verträge, Beratungs-Rahmenvereinbarungen und Software-Lieferaufträge. Anbieter aus Industrie und Handwerk sehen typischerweise Aufträge für elektrische Maschinen, Baukonstruktionen und industrielle Komponenten.

04

So suchst du Ausschreibungen auf DB Bieterportal

  1. 01
    1. Lieferanten-Registrierung anlegen

    Bevor Sie Angebote im Bieterportal Deutsche Bahn abgeben können, sollten Sie eine Lieferanten-Registrierung über das DB-Lieferantenportal unter lieferanten.deutschebahn.com anlegen. Dort erfassen Sie Unternehmensstammdaten, Warengruppen-Zuordnung, Kontaktpersonen und steuerliche Angaben. Die Registrierung ist Voraussetzung dafür, dass Sie als bekannter Geschäftspartner in den Vergabeverfahren geführt werden, auch wenn die spätere Angebotsabgabe technisch im Bieterportal stattfindet. Halten Sie Handelsregisterauszug, USt-ID, Ansprechpartner für Vergabe und ggf. Berufsgenossenschafts-Nachweise bereit. Für bestimmte Warengruppen (z. B. sicherheitsrelevante Bahnarbeiten) ist zusätzlich eine Präqualifikation erforderlich.

  2. 02
    2. Bekanntmachungen auf bieterportal.noncd.db.de finden

    Die laufenden Auftragsbekanntmachungen finden Sie ohne Login auf der öffentlichen Übersichtsseite des Bieterportals. Filter stehen typischerweise für CPV-Code, Vergabestelle (z. B. DB InfraGO AG, DB Cargo AG), Verfahrensart (offenes Verfahren, Verhandlungsverfahren) und Schwellenwert zur Verfügung. Pflicht-EU-Bekanntmachungen oberhalb der EU-Schwellenwerte werden zusätzlich auf TED veröffentlicht; für nationale Verfahren oder Verfahren oberhalb der Schwellenwerte mit Sektorenbezug erfolgt die primäre Veröffentlichung im Bieterportal. Speichern Sie die Vergabe-Nummer und das Aktenzeichen, sie sind später für jede Rückfrage relevant.

  3. 03
    3. Vergabeunterlagen herunterladen und Teilnahme bekunden

    Nach Klick auf eine Bekanntmachung können registrierte Nutzer die Vergabeunterlagen herunterladen, typischerweise Leistungsverzeichnis, Bewerbungsbedingungen, Vertragsmuster, technische Anlagen und ggf. Eignungsformulare. Bei nicht-offenen Verfahren oder Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb müssen Sie zunächst einen Teilnahmeantrag stellen; erst nach Auswahl werden die eigentlichen Angebotsunterlagen freigeschaltet. Achten Sie auf die Hinweise zu Losen, Nachunternehmerleistungen und Bietergemeinschaften, bei Bahn-Vergaben ist die Loseinteilung oft kleinteilig (z. B. nach Streckenabschnitten oder Gewerken).

  4. 04
    4. Bieterfragen einreichen

    Über die Funktion „Bieterfrage stellen“ können Sie Unklarheiten in den Vergabeunterlagen klären, typischerweise bis zu einer in der Bekanntmachung definierten Frist (oft 6 Tage vor Angebotsfrist). Die Antworten werden allen Bietern gleichzeitig zur Verfügung gestellt, um den Gleichbehandlungsgrundsatz zu wahren. Formulieren Sie Bieterfragen so konkret wie möglich (mit Verweis auf LV-Position, Seite, Abschnitt). Bei umfangreichen Bauverfahren ist es üblich, dass mehrere Fragerunden stattfinden und Nachträge zu den Vergabeunterlagen veröffentlicht werden, abonnieren Sie deshalb die Benachrichtigungen für das jeweilige Verfahren.

  5. 05
    5. Angebot elektronisch erstellen

    Das Angebot wird vollständig elektronisch im Bieterportal erstellt. Dazu zählen die Preisangaben im Leistungsverzeichnis (häufig im GAEB-Format bei Bauverfahren), die Eignungsnachweise (Eigenerklärung, Referenzliste, Versicherungsnachweis, ggf. Bonität) und die geforderten Anlagen. Beachten Sie, dass DB-Vergaben oft ergänzende Konzernformblätter verlangen (z. B. Erklärungen zu Korruptionsprävention, Compliance, Mindestlohn, ggf. Tariftreuegesetz). Prüfen Sie die Vollständigkeit der Pflichtfelder; eine fehlende Eigenerklärung kann zum Ausschluss führen, sofern keine Nachforderung im Sinne der einschlägigen Vorschriften möglich ist.

  6. 06
    6. Angebot signieren und fristgerecht abgeben

    Vor der Abgabe wird das Angebotspaket in der Regel digital signiert oder in Textform (gemäß § 126b BGB) authentifiziert, abhängig davon, was in der jeweiligen Bekanntmachung gefordert wird. Für EU-weite Verfahren oberhalb der Schwellenwerte ist die elektronische Angebotsabgabe über das Portal Pflicht (§ 53 SektVO). Reichen Sie das Angebot deutlich vor Ablauf der Angebotsfrist ein, Upload-Zeiten und letzte Korrekturen sollten einkalkuliert werden. Das Portal erzeugt eine Eingangsbestätigung mit Zeitstempel; bewahren Sie diese als Nachweis für eine fristgerechte Submission auf.

  7. 07
    7. Submission, Wertung und Zuschlag verfolgen

    Nach Ablauf der Angebotsfrist findet die elektronische Submission statt. Anders als bei klassischen Bau-Submissionen werden die Angebote bei sektorenbasierten Verfahren nicht zwingend öffentlich verlesen, die Submission ist intern dokumentiert. Sie erhalten über das Bieterportal Statusmeldungen zur Aufklärung (z. B. Rückfragen zu Preisen), zur Wertung und zum Zuschlag. Im Verlustfall erhalten unterlegene Bieter eine Vorabinformation nach § 134 GWB. Auf dieser Grundlage kann innerhalb der Wartefrist eine Rüge erhoben und ggf. ein Nachprüfungsverfahren vor der zuständigen Vergabekammer eingeleitet werden.

05

Login & Registrierung

Der Zugang zum Bieterportal Deutsche Bahn ist zweigeteilt, die öffentlichen Auftragsbekanntmachungen lassen sich ohne Login einsehen, während für den Download bestimmter Vergabeunterlagen, das Stellen von Bieterfragen und die Abgabe von Angeboten ein Bieter-Konto erforderlich ist.

Schritt 1, Lieferanten-Registrierung: Die DB AG empfiehlt eine vorgelagerte Registrierung als Geschäftspartner über das Lieferantenportal unter lieferanten.deutschebahn.com. Dort werden Unternehmensstammdaten, Warengruppen-Zuordnung, Compliance-Erklärungen und Kontaktpersonen erfasst. Diese Registrierung ist nicht in jedem Verfahren zwingend Voraussetzung, vereinfacht aber den späteren Vergabeprozess erheblich.

Schritt 2, Bieter-Konto im Bieterportal: Für die operative Teilnahme an einem konkreten Verfahren legen Sie ein Bieter-Konto direkt im Bieterportal an. Erforderlich sind eine valide E-Mail-Adresse, Unternehmensname, Anschrift und Ansprechpartner. Nach Bestätigung können Sie Verfahren beobachten, Unterlagen ziehen, Fragen stellen und Angebote elektronisch abgeben.

Schritt 3, Präqualifikation (warengruppenabhängig): Für sicherheitsrelevante oder regulierte Warengruppen, etwa Arbeiten am befahrenen Gleis, Schweißarbeiten an Schienen oder bestimmte sicherheitsrelevante IT-Leistungen, verlangt die DB AG eine Präqualifikation. Diese kann teilweise über externe Präqualifizierungsstellen (z. B. PQ-VOB) abgedeckt werden, teilweise erfolgt sie direkt über das DB-Lieferantenportal.

Schritt 4, Signatur / Authentifizierung: Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch, in der Regel in Textform mit Login-Authentifizierung. In definierten Fällen kann eine digitale Signatur verlangt werden. Anforderungen je Verfahren stehen in der Bekanntmachung.

Wichtig: Halten Sie Ihre Stammdaten konsistent zwischen Lieferantenportal und Bieterportal, Abweichungen können zu Rückfragen im Verfahren oder zu formellen Ausschlüssen führen.

06

Häufig gestellte Fragen

Was kostet die Nutzung des Bieterportals Deutsche Bahn?+

Die Nutzung des Bieterportals bieterportal.noncd.db.de ist für Bieter grundsätzlich kostenfrei. Es fallen weder Registrierungs- noch Verfahrens- oder Abgabegebühren an. Auch die Vergabeunterlagen werden in der Regel kostenlos zum Download bereitgestellt, das ist im Rahmen der E-Vergabe-Pflicht oberhalb der EU-Schwellenwerte ohnehin vorgeschrieben (§ 53 SektVO). Kosten können bei Ihnen mittelbar entstehen, etwa für eine digitale Signatur oder für Präqualifikations-Verfahren, die separat durchgeführt werden (z. B. PQ-VOB bei Bauleistungen). Reisekosten für etwaige Aufklärungsgespräche oder Werksbesichtigungen bei Konzerngesellschaften der DB AG sind ebenfalls vom Bieter zu tragen. Eine Übersicht der konkreten Anforderungen pro Verfahren entnehmen Sie den jeweiligen Bewerbungsbedingungen.

Welche Rolle spielt das Lieferantenportal lieferanten.deutschebahn.com?+

Die Deutsche Bahn betreibt parallel zum Bieterportal ein Lieferantenportal unter lieferanten.deutschebahn.com. Beide Plattformen erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Das Lieferantenportal ist der Einstiegspunkt für die Registrierung als Geschäftspartner und für die Präqualifikation in bestimmten Warengruppen. Es dient der Stammdatenpflege, Compliance-Erklärung und Warengruppen-Zuordnung. Das Bieterportal dagegen ist die operative E-Vergabe-Plattform für konkrete Auftragsbekanntmachungen, Bieterfragen, Angebotsabgabe und Zuschlag. In der Praxis durchlaufen Bieter den Weg „erst Lieferantenportal-Registrierung, dann Teilnahme an Verfahren im Bieterportal“. Die genauen Anforderungen können je nach Warengruppe und Verfahrensart variieren; lesen Sie immer die spezifischen Hinweise in der Bekanntmachung.

Ist die Deutsche Bahn ein klassischer öffentlicher Auftraggeber oder ein Sektorenauftraggeber?+

Die Deutsche Bahn AG und ihre Tochtergesellschaften gelten im Bereich Eisenbahninfrastruktur und Schienenpersonenverkehr regelmäßig als Sektorenauftraggeber im Sinne des § 100 GWB. Maßgeblich ist die Sektorenverordnung (SektVO), die als Pendant zur Vergabeverordnung (VgV) speziell für Beschaffungen in den Sektoren Wasser, Energie, Verkehr und Postdienste gilt. Daraus folgt, dass für viele DB-Vergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte besondere Vorschriften, etwa zu Verfahrensarten, Veröffentlichungspflichten und Eignungsprüfung, gelten, die teilweise flexibler sind als im klassischen Vergaberecht (z. B. häufiger Einsatz des Verhandlungsverfahrens). Für Konzerngesellschaften, die nicht im Sektorenbereich tätig sind, kann hingegen klassisches Vergaberecht gelten. Welche Rechtsgrundlage konkret anwendbar ist, wird in jeder einzelnen Bekanntmachung ausgewiesen.

Welche Verfahrensarten kommen im Bieterportal Deutsche Bahn vor?+

Im Bieterportal Deutsche Bahn finden sich primär zwei Verfahrensarten: das offene Verfahren und das Verhandlungsverfahren mit oder ohne Teilnahmewettbewerb. Während im klassischen Vergaberecht das offene Verfahren der Regelfall ist (§ 119 GWB), erlaubt die SektVO den Sektorenauftraggebern eine freie Wahl zwischen offenem Verfahren, nicht-offenem Verfahren und Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. In der Praxis ist das Verhandlungsverfahren bei komplexen Schienen-, Engineering- und IT-Projekten verbreitet. Daneben kommen seltener das nicht-offene Verfahren, der wettbewerbliche Dialog sowie Rahmenvereinbarungen vor. Welche Verfahrensart gewählt wird, ist in der Auftragsbekanntmachung dokumentiert.

Brauche ich eine qualifizierte elektronische Signatur (QES)?+

Für die Mehrheit der Verfahren im Bieterportal Deutsche Bahn ist eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) nicht zwingend erforderlich, Angebote können in Textform (§ 126b BGB) authentifiziert und über das Portal mit Zeitstempel eingereicht werden. Die genauen Anforderungen variieren jedoch je Verfahren: Bei besonders sicherheitskritischen Vergaben oder bestimmten Bauleistungen kann eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur verlangt werden. Maßgeblich sind immer die Bewerbungsbedingungen und Hinweise in der jeweiligen Bekanntmachung. Wer regelmäßig an DB-Vergaben teilnimmt, sollte trotzdem mindestens eine fortgeschrittene Signaturlösung bereithalten, um auch kurzfristige Verfahren rechtssicher bedienen zu können.

Welche Eignungsnachweise verlangt die DB AG typischerweise?+

Die geforderten Eignungsnachweise variieren je Auftragsgegenstand, decken aber regelmäßig folgende Punkte ab: wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Umsatzangaben, Bonitätsauskunft, ggf. Versicherungsnachweis), technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzliste vergleichbarer Aufträge der letzten 3–5 Jahre, Qualifikation des eingesetzten Personals), Zuverlässigkeit (Eigenerklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB), Compliance-Erklärungen sowie ggf. bahnspezifische Qualifikationen (z. B. Schweißzulassung nach DIN EN 15085, Zertifizierungen für Arbeiten am Fahrweg). Bei bestimmten Warengruppen kann eine Präqualifikation über das Lieferantenportal die Nachweise teilweise vorab abdecken, sodass nicht in jedem Verfahren alles erneut eingereicht werden muss.

Wohin kann ich mich bei einer Rüge oder Nachprüfung wenden?+

Bei vermuteten Vergaberechtsverstößen ist zuerst eine Rüge direkt an die Vergabestelle der DB-Konzerngesellschaft zu richten, innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist (typischerweise unverzüglich, spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist, vgl. § 160 Abs. 3 GWB). Wenn die Rüge nicht zum Erfolg führt, kann oberhalb der EU-Schwellenwerte ein Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer eingereicht werden. Für DB-Vergaben ist häufig die Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt zuständig, da die Deutsche Bahn AG bundesweit tätig und überwiegend bundesnah ist. Bei Sektorenauftraggebern kann sich die Zuständigkeit aber im Einzelfall verschieben, die konkrete Rechtsbehelfsbelehrung steht immer in der jeweiligen Vorabinformation nach § 134 GWB.

Können auch ausländische Unternehmen am Bieterportal teilnehmen?+

Ja. Das europäische Vergaberecht und die SektVO gewährleisten den Gleichbehandlungs- und Nichtdiskriminierungsgrundsatz: Unternehmen aus EU-Mitgliedsstaaten und aus Drittstaaten mit entsprechenden bilateralen Abkommen können sich grundsätzlich an Vergabeverfahren der Deutschen Bahn beteiligen. Praktisch ist allerdings zu beachten, dass die Vergabeunterlagen, das Leistungsverzeichnis und die Angebotsabgabe in deutscher Sprache erfolgen, sofern die Bekanntmachung nicht ausdrücklich andere Sprachen zulässt. Übersetzungen ausländischer Nachweise (Handelsregisterauszug, Bonitätsauskunft, ggf. Versicherungsnachweis) müssen mit einer beglaubigten Übersetzung eingereicht werden. Vorgaben des deutschen Mindestlohn- und Arbeitsschutzrechts sowie ggf. Tariftreueregelungen gelten auch für ausländische Bieter, sofern Leistungen in Deutschland erbracht werden.

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Patterno: 4.500+ Portale in einer Suche

Das Bieterportal Deutsche Bahn ist für Unternehmen, die regelmäßig Schienen-, Infrastruktur- oder DB-IT-Aufträge bedienen, eine zentrale Bezugsquelle. Viele Bauunternehmen, Engineering-Dienstleister und IT-Anbieter müssen jedoch in ihrer Branche zusätzlich weitere Portale beobachten, etwa Landes- und Kommunalplattformen, die Autobahn-GmbH-Vergaben sowie Vergaben weiterer Sektoren-Auftraggeber im Verkehrs- und Energiesektor.

Genau hier setzt Patterno an: Patterno bündelt das Bieterportal Deutsche Bahn mit über 4.500 weiteren Vergabeplattformen in einer einzigen, qualifizierten KI-Suche. Sie definieren einmal Ihr Suchprofil (Branche, CPV-Codes, Region, Auftragsvolumen) und erhalten morgens nur die Ausschreibungen, die wirklich zu Ihrem Geschäft passen, inklusive der DB-Bekanntmachungen.

Das Bieterportal selbst bleibt der maßgebliche Ort für Angebotsabgabe, Vergabeunterlagen und formale Kommunikation mit der Vergabestelle. Patterno ersetzt es nicht, sondern entlastet die vorgelagerte Such- und Sichtungsphase. Wer in der Bahn-, Infrastruktur- oder IT-Branche tätig ist, spart so spürbar Zeit gegenüber der parallelen Beobachtung einzelner Portale.

08

Weitere Vergabe-Portale

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Begriffe aus dem Glossar

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Relevant für diese Branchen

Lieber alle Portale gleichzeitig durchsuchen?

Patterno bündelt DB Bieterportal mit über 4.500 weiteren Vergabeplattformen in einer KI-gestützten Suche.

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