Sachsen Vergabe, Vergabeplattform des Freistaates Sachsen
E-Vergabe-Plattform des Freistaates Sachsen, betrieben vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), Schwerpunkt Bau- und Planungsleistungen.
Freistaat Sachsen, primär Auftraggeber im Geschäftsbereich des SIB: staatliche Hochbau- und Liegenschaftsprojekte, Bauunterhalt an Universitäten, Justizvollzugsanstalten, Polizeistandorten und weiteren Landesliegenschaften an den SIB-Niederlassungen Dresden, Leipzig und Chemnitz. Inhaltlich dominieren Bauarbeiten, Planungs- und Ingenieurleistungen sowie Wartung und Instandhaltung der Landesliegenschaften.
- 01Sachsen Vergabe (www.sachsen-vergabe.de) ist die E-Vergabe-Plattform des Freistaates Sachsen, betrieben vom Staatsbetrieb SIB im Geschäftsbereich des SMF.
- 02Hauptnutzer ist der SIB für staatliche Hochbau-, Sanierungs- und Bauunterhaltungsprojekte an Landesliegenschaften in Dresden, Leipzig und Chemnitz.
- 03Über 71 % aller veröffentlichten Bekanntmachungen entfallen auf Bauarbeiten (CPV 45), weitere 17 % auf Architektur- und Ingenieurleistungen (CPV 71).
- 04Technisch läuft das Portal auf der NetServer-/Vergabe@Net-Produktfamilie der ARGE eVergabe.de GmbH und Administration Intelligence AG.
- 05Patterno indexiert 3.244 Bekanntmachungen aus sachsen-vergabe.de und bündelt sie mit über 4.500 weiteren deutschen Vergabeportalen in einer KI-gestützten Suche.
Alle Top-Auftragsarten anzeigen
- CPV 45Bauarbeiten1.160 (71.3%)
- CPV 71Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste281 (17.3%)
- CPV 90Abwasser- und Abfallbeseitigung132 (8.1%)
- CPV 79Unternehmensdienste: Recht, Marketing, Beratung17 (1.1%)
- CPV 77Land-, forst-, gartenbauliche Dienste16 (1.0%)
- CPV 09Erdöl, Brennstoffe, Strom7 (0.4%)
- CPV 92Erholung, Kultur, Sport4 (0.3%)
- CPV 31Elektrische Maschinen, Geräte4 (0.3%)
- CPV 50Reparatur- und Wartungsdienste3 (0.2%)
- CPV 03Landwirtschaftliche, gärtnerische Erzeugnisse2 (0.1%)
Sachsen Vergabe unter www.sachsen-vergabe.de ist eine elektronische Vergabeplattform des Freistaates Sachsen. Verantwortlich für den Betrieb ist der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit Sitz in der Riesaer Straße 7h, 01129 Dresden, eine nachgeordnete Einrichtung des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen (SMF). Über das Portal veröffentlicht der SIB sowie weitere sächsische Auftraggeber Bekanntmachungen, stellen Vergabeunterlagen zum Download bereit, beantworten Bieterfragen und nehmen rechtssichere elektronische Angebote entgegen. Eine Papier-Abgabe ist laut Portalhinweis ausgeschlossen, die Plattform akzeptiert ausschließlich elektronische Angebote und Teilnahmeanträge.
Technisch wird der Marktplatz im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft aus der eVergabe.de GmbH (Dresden) und der Administration Intelligence AG (Würzburg) bereitgestellt. Die Oberfläche basiert auf der NetServer-/Vergabe@Net-Produktfamilie, die in mehreren deutschen Vergabestellen im Einsatz ist. Bieter erkennen das System an den typischen NetServer/-Pfaden in der URL und an der schlanken JSP-Suchmaske mit Volltext-, Vergabeart- und CPV-Filtern.
Im Patterno-Index sind aktuell 3.244 Wettbewerbsbekanntmachungen aus sachsen-vergabe.de erfasst. Bauarbeiten (CPV 45) stellen mit gut 71 % den dominierenden Anteil, gefolgt von Architektur-, Ingenieur- und Prüfdiensten (CPV 71) sowie Abwasser- und Abfallbeseitigung (CPV 90). Damit ist das Portal in der Praxis vor allem ein Bau- und Planungs-Marktplatz des Freistaates.
Was ist Sachsen Vergabe?
Sachsen Vergabe ist die elektronische Vergabeplattform unter der Domain www.sachsen-vergabe.de, über die Auftraggeber des Freistaates Sachsen, schwerpunktmäßig der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), ihre öffentlichen Ausschreibungen für Bau-, Planungs- und Liegenschaftsleistungen abwickeln. Die Plattform deckt den gesamten Prozess der E-Vergabe ab: von der Veröffentlichung der Auftrags- und Wettbewerbsbekanntmachung über die Bereitstellung der Vergabeunterlagen, die elektronische Bieterkommunikation, die Angebotsabgabe bis hin zur elektronischen Angebotsöffnung (Submission) und zur Information der Bieter im Nachgang zur Wertung.
Die Plattform gehört rechtlich zum Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen (SMF), dem der SIB als Staatsbetrieb nachgeordnet ist. Sie ist damit eine staatliche Vergabestelle des Freistaates Sachsen im Sinne von § 99 GWB, keine privatwirtschaftliche Multi-Tenant-Plattform und kein freier Marktplatz. Das prägt die inhaltliche Ausrichtung: Über sachsen-vergabe.de wird vor allem das vergeben, wofür der SIB hauptamtlich zuständig ist, Bau-, Sanierungs- und Bauunterhaltsleistungen für sächsische Landesliegenschaften.
Technisch basiert die Plattform auf der NetServer-/Vergabe@Net-Produktfamilie, die im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der eVergabe.de GmbH (Dresden) und der Administration Intelligence AG (Würzburg) bereitgestellt wird. Sichtbar wird das in der URL-Struktur (/NetServer/...), in den .jsp-Endungen der Java-basierten Suchseiten sowie in der vergleichsweise schlichten Suchoberfläche, die in den Spalten Aktenzeichen, Bezeichnung, Vergabeart, Frist Angebotsabgabe und Submission organisiert ist. Die Plattform erfüllt damit die Anforderungen an die elektronische Kommunikation nach § 9 UVgO und § 11 VgV / § 11 EU VOB/A.
Für Bieter ist Sachsen Vergabe wichtig, wenn sie im Bau-, Planungs- oder Ingenieurumfeld arbeiten und am sächsischen Landeshochbau teilnehmen wollen. Wer dagegen Aufträge sächsischer Kommunen, Hochschulen oder anderer landeseigener Unternehmen sucht, sollte zusätzlich weitere Quellen prüfen, da diese ihre Bekanntmachungen häufig auf anderen Portalen oder im TED-Amtsblatt veröffentlichen.
Wer betreibt Sachsen Vergabe?
Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) ist der zentrale Bau- und Liegenschaftsdienstleister des Freistaates Sachsen. Er entstand 2003 durch Bündelung der vorher dezentral verteilten staatlichen Hochbauverwaltung und der Liegenschaftsverwaltung. Rechtlich ist er ein Staatsbetrieb im Sinne der §§ 26, 74 Sächsische Haushaltsordnung (SäHO) und damit ein nicht rechtsfähiger Teil der unmittelbaren Landesverwaltung im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen (SMF).
Operativ verteilt sich der SIB auf eine Zentrale in Dresden (Riesaer Straße 7h, 01129 Dresden) sowie regionale Niederlassungen in Dresden, Leipzig und Chemnitz. Er ist zuständig für den Hochbau, die Bauunterhaltung und das Liegenschaftsmanagement nahezu aller Landesliegenschaften, also für Hochschulen, Kliniken in Landesträgerschaft, Justizvollzugsanstalten, Polizeistandorte, Finanzämter, Schulen in Landesträgerschaft, Museen und weitere staatliche Einrichtungen. Diese Aufgabenverteilung erklärt den hohen Bau-Anteil unter den Bekanntmachungen auf sachsen-vergabe.de.
Der technische Plattformbetrieb liegt nach Angaben des Impressums in den Händen einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus der eVergabe.de GmbH (Messering 5, 01067 Dresden; Geschäftsführung Christoph Deutsch, Carsten Prokop; Amtsgericht Dresden HRB 28209) und der Administration Intelligence AG (Steinbachtal 2b, 97082 Würzburg; Vorstand Dr. Christian Schneider, Christian Baltes, Frank Linneberg; Amtsgericht Würzburg HRB 7176). Beide Unternehmen sind seit Jahren im deutschen E-Vergabe-Markt aktiv; ihre gemeinsame NetServer-Plattform wird auch in anderen sächsischen Vergabestellen und Bundesländern als Vergabeoberfläche eingesetzt. Die Verantwortung für die Inhalte einzelner Vergabeverfahren liegt nach den Hinweisen im Impressum bei den jeweiligen Auftraggebern, nicht beim Plattformbetreiber.
Welche Ausschreibungen findet man auf Sachsen Vergabe?
Im Patterno-Index sind aktuell 3.244 Bekanntmachungen aus sachsen-vergabe.de erfasst (Erfassungszeitraum 2024-10-27 bis 2026-05-13). Die inhaltliche Verteilung ist für ein Vergabeportal extrem konzentriert: 71% Bauarbeiten, 17% Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste, 8% Abwasser- und Abfallbeseitigung. Die starke Dominanz der CPV-Hauptgruppen 45 (Bauarbeiten) und 71 (Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste) spiegelt die Aufgabenverteilung des SIB als Hochbau-Staatsbetrieb des Freistaates Sachsen wider. Andere Leistungsbereiche, IT, Beratung, allgemeine Güter und Dienstleistungen, finden sich auf der Plattform nur in geringem Umfang.
Typische Verfahren sind beispielsweise: Rohbau- und Stahlbauarbeiten an Hochschulgebäuden, Dach- und Fassadensanierungen an JVA-Standorten, technische Gebäudeausrüstung (TGA) für Polizei- und Verwaltungsbauten, Tragwerksplanung und Objektplanung Gebäude nach HOAI, Vermessung und Tragwerksprüfung, Brandschutzkonzepte, Schadstoffsanierung, Außenanlagen sowie Bauunterhaltsmaßnahmen über Rahmenverträge.
Bei den Verfahrensarten verteilen sich die erfassten Bekanntmachungen schwerpunktmäßig auf 79% Offenes Verfahren, 20% Nicht offenes Verfahren. Der hohe Anteil offener Verfahren ist für einen klassischen Landeshochbau-Auftraggeber typisch, bei Standard-Bauleistungen oberhalb der nationalen Wertgrenzen und der EU-Schwellenwerte sind sie das Regelverfahren nach VOB/A § 3 (1) bzw. VOB/A EU § 3 (1). Verhandlungsverfahren und Verfahren ohne Teilnahmewettbewerb sind die Ausnahme und werden meist nur bei Planungsleistungen mit hohem Gestaltungsspielraum oder bei zwingender Dringlichkeit gewählt.
Geografisch konzentrieren sich die Auftragsstellen erwartungsgemäß auf Sachsen: 100% Sachsen, 0% Bayern, 0% Nordrhein-Westfalen. Vereinzelt finden sich auch Bekanntmachungen, in denen die Leistungsstelle in angrenzenden Bundesländern liegt, etwa bei Außenliegenschaften oder gemeinsamen Projekten mit dem Bund. Für Bieter bedeutet das: Wer in Sachsen oder im benachbarten Raum eine bauliche Niederlassung mit nachweisbarer Erfahrung im öffentlichen Hochbau betreibt, findet hier ein dichtes, aber sehr branchenspezifisches Auftragsspektrum.
So suchst du Ausschreibungen auf Sachsen Vergabe
- 011. Portal öffnen und Bekanntmachungen recherchieren
Rufen Sie
www.sachsen-vergabe.deauf. Die Startseite zeigt die Trefferliste der aktuellen Wettbewerbs- und Auftragsbekanntmachungen ohne Login. Über die Suchmaske filtern Sie nach Volltextstichworten (z. B. Dachsanierung, Stahlbau, HOAI), nach Vergabeart (offenes Verfahren, nicht offenes Verfahren, Verhandlungsverfahren) sowie nach CPV-Kategorien. Eine Detailansicht je Bekanntmachung listet den Auftraggeber, das Vergabeverfahren, die Frist für Bieterfragen und die Angebotsfrist sowie die Vergabeunterlagen zum Download. Die Lese-Recherche ist ohne Registrierung möglich; ein Bieter-Konto wird erst notwendig, sobald Sie Bieterfragen stellen oder ein elektronisches Angebot einreichen wollen. - 022. Bieterkonto registrieren
Für die aktive Teilnahme registrieren Sie ein kostenfreies Bieterkonto. Im Registrierungsformular hinterlegen Sie Firmenname, Anschrift, USt-IdNr., Ansprechperson, E-Mail und ein Passwort. Nach Bestätigung der Verifizierungs-E-Mail steht das Konto zur Verfügung. Halten Sie die Stammdaten aktuell, sie werden in die elektronischen Angebote übernommen und müssen mit Ihren Eigenerklärungen und Eignungsnachweisen übereinstimmen. Mehrere Personen aus einem Unternehmen können sich jeweils mit eigenem Konto unter derselben Firmenregistrierung anmelden, um Vertretungs- und Urlaubsregelungen abzubilden.
- 033. Interessensbekundung abgeben und Unterlagen herunterladen
Klicken Sie in der Detailansicht einer Bekanntmachung auf Vergabeunterlagen anfordern bzw. Interesse bekunden. Sie werden zur Anmeldung aufgefordert. Nach Bestätigung legen Sie das Verfahren in Ihrem persönlichen Bereich ab, von dort aus erhalten Sie automatisch alle Aktualisierungen wie Bieterrundschreiben, Antworten auf Bieterfragen und Verlängerungen der Angebotsfrist. Das ist nach § 12a VgV wichtig: Auftraggeber müssen Änderungen der Vergabeunterlagen über das Portal kommunizieren, und Sie sind dafür verantwortlich, Ihr Bieter-Postfach regelmäßig zu prüfen.
- 044. Bieterfragen stellen
Wenn das Leistungsverzeichnis (LV), die Vergabeunterlagen oder die Eignungskriterien Unklarheiten enthalten, stellen Sie über die Funktion Bieterfrage eine formelle Anfrage. Achten Sie auf die ausgewiesene Frist, Antworten kommen häufig nur bis wenige Tage vor Angebotsabgabe zurück. Die Antwort wird allen interessierten Bietern anonym zur Verfügung gestellt (Grundsatz der Gleichbehandlung). Stellen Sie Fragen früh: Je näher die Angebotsfrist rückt, desto eher verweisen Auftraggeber auf die bestehenden Unterlagen und kürzen die Antwortzeit. Dokumentieren Sie alle Antworten in Ihrer eigenen Vergabe-Akte, sie werden Vertragsbestandteil.
- 055. Angebot elektronisch erstellen und signieren
Im Bieter-Cockpit erstellen Sie das Angebot: Hochladen ausgefüllter Formblätter (z. B. Formblatt 213/214 EFB-Preis, Eigenerklärungen, Nachunternehmer-Listen), Eintragen der Preise in das LV (häufig im GAEB-Format X83/X84) und ggf. Beifügen von Referenzen und Zertifikaten. Vor der Übermittlung prüft das System auf fehlende Pflichtfelder. Für offene und nichtoffene Verfahren reicht in der Regel die einfache Textform nach § 126b BGB; nur in Ausnahmefällen verlangt der Auftraggeber eine fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur (QES). Welche Signaturform genau gefordert ist, ergibt sich aus den Bewerbungsbedingungen je Verfahren.
- 066. Angebot fristgerecht übermitteln
Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt über das Portal. Senden Sie das Angebot nicht erst kurz vor Ablauf, beim Upload großer GAEB-Dateien, Plansätze oder Pläne kann es zu Verzögerungen kommen. Nach erfolgreicher Übertragung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung mit Zeitstempel; diese ist der maßgebliche Nachweis der Fristwahrung. Bewahren Sie sie zusammen mit dem signierten Angebotsdokument auf. Bis zum Ablauf der Angebotsfrist können Sie das Angebot zurückziehen und ein korrigiertes erneut einreichen, nach Fristablauf ist das technisch und rechtlich nicht mehr möglich.
- 077. Wertung, Zuschlag und Vorabinformation
Nach Ablauf der Angebotsfrist öffnet der Auftraggeber die Angebote elektronisch (Submission) und prüft sie in den Stufen formell, eignungsbezogen und wirtschaftlich. Ab dem EU-Schwellenwert verschickt der Auftraggeber eine Vorabinformation nach § 134 GWB an die nicht berücksichtigten Bieter, mit einer 10-Tage-Wartefrist vor Zuschlagserteilung. Unterhalb der EU-Schwelle gilt die kürzere Informationspflicht der UVgO. In beiden Fällen können Sie innerhalb der gesetzlichen Frist eine Rüge gegenüber dem Auftraggeber erheben oder bei oberhalb der Schwellenwerte einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer des Freistaates Sachsen stellen.
Login & Registrierung
Die Recherche aktueller Bekanntmachungen auf sachsen-vergabe.de ist ohne Registrierung und kostenlos möglich. Über die Suchmaske auf der Startseite filtern Sie nach Volltext, Vergabeart, CPV-Kategorie und Frist; die Detailansicht je Bekanntmachung enthält Auftraggeber, Aktenzeichen, Submissionstermin, Fristen für Bieterfragen und Angebotsabgabe sowie die zum Download bereitgestellten Vergabeunterlagen.
Sobald Sie aktiv teilnehmen wollen, Bieterfragen stellen, Vergabeunterlagen offiziell anfordern oder ein Angebot abgeben, , ist ein kostenfreies Bieterkonto erforderlich. Im Registrierungsformular hinterlegen Sie Firmenname, Anschrift, USt-IdNr., gesetzliche Vertretung, Ansprechperson, E-Mail und ein selbstgewähltes Passwort. Nach Bestätigung der Verifizierungs-E-Mail steht das Konto zur Verfügung. Mitarbeitende eines Unternehmens können sich jeweils mit eigenen persönlichen Zugängen unter derselben Firmenregistrierung anlegen, was Vertretungsregelungen, Krankheit und Urlaub erleichtert.
Für Auftraggeber (Vergabestellen außerhalb des SIB, die das Portal nutzen wollen) gilt ein eigener Anmeldeprozess; in der Regel erfolgt dieser über die Plattformbetreiberin in Abstimmung mit dem SIB. Hier wird auch festgelegt, welche Mitarbeitenden welche Rolle (Sachbearbeitung, Wertung, Freigabe) in der Vergabe-Akte einnehmen dürfen, eine sauber gepflegte Rollen- und Berechtigungsstruktur ist Voraussetzung für die spätere revisionssichere Vergabe-Akte nach § 8 VgV.
Signatur und Identitätsnachweis: Für die elektronische Übermittlung von Angeboten reicht laut § 53 VgV bzw. § 13 EU VOB/A in der Regel die einfache Textform nach § 126b BGB; das Bieterkonto fungiert dabei als Identitätsnachweis. In Einzelfällen verlangt der Auftraggeber eine fortgeschrittene (FES) oder qualifizierte elektronische Signatur (QES). Die genaue Anforderung steht in den jeweiligen Bewerbungsbedingungen und sollte vor Angebotsabgabe geprüft werden, damit nicht kurz vor Fristablauf noch eine Signaturkarte beschafft werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet die Nutzung von Sachsen Vergabe für Bieter?+
Die Recherche aktueller Bekanntmachungen und der Download der Vergabeunterlagen sind auf www.sachsen-vergabe.de kostenfrei und ohne Registrierung möglich. Auch das Anlegen eines Bieterkontos sowie die elektronische Angebotsabgabe sind kostenfrei. Für Sie als Bieter entstehen also keine Plattformgebühren. Eigene Kosten können entstehen, wenn Sie Hilfsmittel wie eine GAEB-fähige Kalkulationssoftware, ein Bauzeitenprogramm oder eine qualifizierte elektronische Signatur (QES, z. B. über D-Trust oder Bundesdruckerei) einsetzen, diese werden nicht vom Portal bereitgestellt, sondern liegen in Ihrer eigenen Toolchain. Achten Sie auf die jeweiligen Bewerbungsbedingungen pro Verfahren, da nicht jedes Verfahren eine QES verlangt; in der Regel reicht die Textform.
Wer betreibt sachsen-vergabe.de, eine Behörde oder ein privates Unternehmen?+
Auftraggeberseitig wird das Portal vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit Sitz Riesaer Straße 7h, 01129 Dresden geführt. Der SIB ist nach den Angaben des Impressums dem Sächsischen Staatsministerium der Finanzen (SMF) zugeordnet (E-Mail-Adresse poststelle@sib.smf.sachsen.de). Den technischen Plattformbetrieb übernimmt laut Impressum eine Arbeitsgemeinschaft aus der eVergabe.de GmbH (Messering 5, 01067 Dresden) und der Administration Intelligence AG (Steinbachtal 2b, 97082 Würzburg). Die Plattform ist also eine staatliche Vergabestelle des Freistaates Sachsen, deren Software durch zwei privatwirtschaftliche Partner bereitgestellt wird.
Welche Auftraggeber veröffentlichen auf Sachsen Vergabe?+
Hauptnutzer der Plattform ist der SIB selbst: Er ist für nahezu sämtliche Hochbau-, Sanierungs- und Bauunterhaltsprojekte der Landesliegenschaften zuständig, von Hochschulgebäuden über Justizvollzugsanstalten, Polizeistandorte und Finanzämter bis zu Sportstätten und Museen des Freistaates. Operativ verteilt sich die Auftragsvergabe auf die SIB-Niederlassungen Dresden, Leipzig und Chemnitz. Inhaltlich dominieren Bauarbeiten (CPV 45) sowie Architektur-, Ingenieur- und Prüfdienste (CPV 71). Andere sächsische Auftraggeber, etwa Kommunen, Hochschulen oder weitere Staatsbetriebe, nutzen häufig andere Portale, sodass sachsen-vergabe.de in der Praxis vor allem ein Bau- und Planungsmarktplatz im Geschäftsbereich des SIB ist.
Welches Vergaberecht gilt für Aufträge auf Sachsen Vergabe?+
Es gilt das allgemeine deutsche Vergaberecht. Oberhalb der EU-Schwellenwerte greifen das GWB (4. Teil), die VgV und für Bauleistungen die VOB/A EU. Unterhalb der Schwellenwerte gelten für Liefer- und Dienstleistungen die UVgO (in Sachsen über die Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung, VwV Beschaffung, eingeführt) und für Bauleistungen die VOB/A (Abschnitt 1). Spezifisch sächsische Regelungen ergeben sich aus der VwV Beschaffung des Freistaates Sachsen sowie aus dem Sächsischen Vergabegesetz in seiner jeweils geltenden Fassung (Mindestlohn- und Tariftreuepflichten je nach Auftragswert). Die genauen anwendbaren Regelungen nennt der Auftraggeber in den Bewerbungsbedingungen jedes Verfahrens.
Welche Signaturform ist für Angebote auf Sachsen Vergabe erforderlich?+
Der gesetzliche Rahmen (§ 53 VgV, § 13 VOB/A EU) erlaubt grundsätzlich drei Signaturformen: einfache Textform nach § 126b BGB, fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) und qualifizierte elektronische Signatur (QES). Welche Form das jeweilige Verfahren tatsächlich verlangt, steht in den Bewerbungsbedingungen. Bei offenen und nicht offenen Verfahren reicht in der Regel die Textform, das Hochladen und Übermitteln über Ihr Bieterkonto ist dann der ausreichende Identitätsnachweis. In Einzelfällen (z. B. Verhandlungsverfahren bestimmter Art) kann eine FES oder QES verlangt werden; dafür benötigen Sie eine Signaturkarte und ein Kartenlesegerät einer anerkannten Zertifizierungsstelle (z. B. D-Trust, Bundesdruckerei). Prüfen Sie diesen Punkt vor Beginn der Angebotsbearbeitung in den Vergabeunterlagen.
Welche Dokumente und Nachweise muss ich beim Angebot mitschicken?+
Die geforderten Unterlagen ergeben sich aus der Vergabe- und Bewerbungsbedingung (Formblatt 211/212 EU bzw. nationale Fassungen) des jeweiligen Verfahrens. Typisch sind bei Bauvergaben: ausgefülltes Leistungsverzeichnis (GAEB X83/X84), Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124 oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung, EEE), Nachweise über Versicherungssumme (Betriebshaftpflicht), Referenzliste mit vergleichbaren Projekten, Erklärung zur Tariftreue und Mindestentlohnung nach Sächsischem Vergabegesetz, Nachunternehmer-Verzeichnis (falls relevant) sowie ggf. Präqualifikationsnachweis (PQ-Liste) anstelle von Einzelnachweisen. Bei Architekten- und Ingenieurleistungen kommen Nachweise zur HOAI-Berufsqualifikation, Berufshaftpflicht (Höhe je nach Verfahren) und projektspezifische Referenzen nach Leistungsphasen hinzu.
Wo lege ich Rechtsmittel gegen eine Zuschlagsentscheidung ein?+
Oberhalb des EU-Schwellenwerts ist nach §§ 155 ff. GWB die Vergabekammer des Freistaates Sachsen zuständig, die bei der Landesdirektion Sachsen angesiedelt ist (Standort Leipzig). Ein Nachprüfungsantrag muss schriftlich, begründet und in der Regel innerhalb der gesetzlichen Fristen (10 Tage Wartefrist nach § 134 GWB, Rügeobliegenheit nach § 160 Abs. 3 GWB) eingereicht werden. Gegen Entscheidungen der Vergabekammer ist die sofortige Beschwerde zum Vergabesenat des Oberlandesgerichts Dresden zulässig. Unterhalb der EU-Schwellenwerte gibt es keinen Primärrechtsschutz durch eine Vergabekammer; mögliche Rechtsbehelfe sind dann zivilrechtlicher Schadensersatz nach § 181 GWB sowie eine Aufsichtsbeschwerde bei der Rechts- und Fachaufsicht des Auftraggebers.
Wie kann ich relevante Bekanntmachungen aus Sachsen Vergabe systematisch verfolgen?+
Im Portal selbst können Sie nach Login Suchbegriffe und CPV-Filter speichern; je nach Plattform-Konfiguration sind auch E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Treffern möglich. Bei vielen Unternehmen reicht das jedoch nicht, weil Bau- und Planungsausschreibungen häufig parallel auf mehreren Portalen veröffentlicht werden (z. B. Sachsen Vergabe, evergabe.de, TED) und sich die Schlagwort-Suche schwer tut, semantisch ähnliche, aber unterschiedlich formulierte Leistungstexte zu finden. Eine portalübergreifende Lösung sind Vergabe-Aggregatoren wie Patterno, die sachsen-vergabe.de automatisch mitlesen und die Ergebnisse mit über 4.500 anderen deutschen Vergabeportalen in einer einheitlichen, KI-gestützten Suchoberfläche zusammenführen. So entgehen Ihnen Bekanntmachungen nicht, wenn der LV-Wortlaut Ihre Standard-Stichwörter nicht enthält.
Patterno: 4.500+ Portale in einer Suche
Sachsen Vergabe und Patterno ergänzen sich. Wer im sächsischen Hochbau- oder Planungsmarkt aktiv ist, sollte sachsen-vergabe.de als zentrale Bezugsquelle für die SIB-Vergaben verstehen und das Portal als verbindliche Plattform für die eigentliche Angebotsabgabe nutzen. In der Praxis veröffentlichen sächsische Auftraggeber jedoch nicht alle Verfahren auf einem einzigen Marktplatz, Kommunen, kommunale Eigenbetriebe, Hochschulen, Klinika und Verkehrsbetriebe wählen je nach interner IT- und Beschaffungsorganisation unterschiedliche Plattformen aus. Für Unternehmen, die in mehreren Bundesländern oder über mehrere Auftraggebertypen hinweg arbeiten, entsteht so ein Patchwork aus 5 bis 15 Quellen.
Patterno indexiert sachsen-vergabe.de zusammen mit über 4.500 weiteren deutschen Vergabeportalen, von TED über DTVP, evergabe-online und die Plattformen anderer Bundesländer bis zu kommunalen Marktplätzen. Eine einheitliche, KI-gestützte Suche ordnet die Bekanntmachungen Ihrem Suchprofil zu, auch wenn die LV-Texte unterschiedlich formuliert sind. Das ersetzt nicht den Login auf sachsen-vergabe.de für die Angebotsabgabe selbst, wohl aber den täglichen manuellen Durchgang durch 10+ Portale, der erfahrungsgemäß die meisten Bieter ausbremst.
Weitere Vergabe-Portale
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