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Aktualisiert: 19. Mai 2026Patterno Redaktion

HAD, Hessische Ausschreibungsdatenbank

Kostenfreie Bekanntmachungsdatenbank der Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. für öffentliche Ausschreibungen aus Hessen und EU-weit.

HAD aufrufenKonsortial-Portal
Domain
had.de
Portaltyp
Konsortial-Portal
Betreiber
Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. (ABSt Hessen), Karl-Glässing-Straße 8, 65183 Wiesbaden. Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter VR 1469. Gemeinschaftseinrichtung der hessischen IHKs, Handwerkskammern, der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen sowie der Ingenieurkammer Hessen.
Schwerpunkt

Regionaler Schwerpunkt auf dem Bundesland Hessen. Auftraggeber sind überwiegend hessische Kommunen, kreisfreie Städte, das Land Hessen, Landesbehörden, Hochschulen, Wohnungsbaugesellschaften, Verkehrsbetriebe und kommunale Eigenbetriebe. Zusätzlich werden EU-weite Bekanntmachungen aus dem hessischen Raum eingespielt; über Schnittstellen zur [TED](/de/glossar/ted)-Datenbank sind auch Oberschwellen-Verfahren auffindbar.

Kurzfassung
  • 01Kostenfreie Bekanntmachungsdatenbank der Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. (ABSt Hessen) mit Sitz in Wiesbaden.
  • 02Schwerpunkt sind Ausschreibungen hessischer Kommunen, des Landes Hessen und nachgeordneter Behörden.
  • 03Recherche und Download von Vergabeunterlagen ist nach Angaben des Betreibers für Bieter kostenlos.
  • 04Schwester-Plattform eHAD wickelt die elektronische Angebotsabgabe ab; HAD selbst ist primär eine Bekanntmachungs- und Recherchedatenbank.
  • 05Patterno bündelt HAD zusammen mit 4.500+ weiteren Vergabeportalen in eine einzige KI-Suche.
Bekanntmachungen
8.158
Top Kategorie
Bauarbeiten
55%
Häufigstes Verfahren
Offenes Verfahren
85%
Alle Top-Auftragsarten anzeigen
  • CPV 45Bauarbeiten3.766 (54.9%)
  • CPV 71Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste1.281 (18.7%)
  • CPV 34Transportmittel509 (7.4%)
  • CPV 90Abwasser- und Abfallbeseitigung349 (5.1%)
  • CPV 79Unternehmensdienste: Recht, Marketing, Beratung201 (2.9%)
  • CPV 44Baukonstruktionen, Baumaterialien180 (2.6%)
  • CPV 39Möbel, Haushaltsgeräte, Reinigungsmittel161 (2.4%)
  • CPV 72IT-Dienste: Beratung, Software, Internet, Support151 (2.2%)
  • CPV 48Software-Pakete und Informationssysteme137 (2.0%)
  • CPV 30Büromaschinen, IT-Geräte129 (1.9%)

Die HAD, Hessische Ausschreibungsdatenbank (had.de) ist eine zentrale, kostenfreie Datenbank für öffentliche Ausschreibungen mit regionalem Schwerpunkt auf dem Bundesland Hessen. Betreiber ist die Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. (ABSt Hessen) mit Sitz in Wiesbaden, eine gemeinsame Einrichtung der hessischen Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK), der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) und der Ingenieurkammer Hessen (IngKH).

Die HAD versteht sich nach Angaben des Betreibers als zentrale Informationsplattform für Auftraggeber und Bieter. Auftraggeber, primär hessische Kommunen, Land Hessen, Anstalten des öffentlichen Rechts und Sektorenauftraggeber, veröffentlichen ihre Auftragsbekanntmachungen auf der HAD; Unternehmen können nach kostenloser Registrierung gezielt nach passenden Ausschreibungen suchen, Bekanntmachungstexte einsehen und Vergabeunterlagen herunterladen.

Neben der reinen Bekanntmachungsdatenbank betreibt die ABSt Hessen mit eHAD eine eigenständige E-Vergabe-Plattform für die digitale Abwicklung von Vergabeverfahren sowie das Hessische Präqualifikationsregister (HPQR). HAD ist organisatorisch dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz verbunden und wird nach Angaben der ABSt Hessen vom Land Hessen unterstützt.

01

Was ist HAD?

Die HAD, Hessische Ausschreibungsdatenbank unter www.had.de ist eine Internet-basierte Datenbank, in der öffentliche Auftragsbekanntmachungen mit Bezug zum Bundesland Hessen zentral zusammengeführt werden. Konzeptionell ist sie ein hybrides System: einerseits ein Bekanntmachungs- und Recherchedienst für Bieter, andererseits ein Veröffentlichungskanal für hessische Vergabestellen.

Der Ursprung der HAD geht nach Angaben des Betreibers auf die späten 1990er Jahre zurück, als die ABSt Hessen an einem EU-Pilotprojekt zur europaweiten Vergabe-Plattform („SIMAP") beteiligt war. Nach Ende des EU-Projekts führte die ABSt Hessen das System unter eigenem Namen fort. Seit Mitte der 2000er Jahre wird die HAD nach Eigendarstellung des Betreibers als kostenfreier Dienst für hessische Auftraggeber und für Unternehmen aus ganz Europa angeboten.

Technisch ist die HAD eine klassische Datenbank-Anwendung mit Filtern, Suchprofilen und automatischen Benachrichtigungen. Sie ist eng verzahnt mit der von derselben Trägerorganisation betriebenen E-Vergabe-Plattform eHAD, die die elektronische Abwicklung der Verfahren übernimmt, also Bereitstellung der Vergabeunterlagen, Bieterfragenkommunikation und elektronische Angebotsabgabe. Ergänzt wird das Angebot der ABSt Hessen durch das Hessische Präqualifikationsregister (HPQR), in dem Unternehmen ihre Eignungsnachweise zentral hinterlegen können, um sie nicht in jedem Verfahren erneut einzeln vorlegen zu müssen (Präqualifikation).

Rechtlich ordnet sich HAD in das Hessische Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) sowie in die einschlägigen Bundes- und EU-Regelungen ein, insbesondere VgV, VOB/A, UVgO und Sektorenverordnung. Anders als bundesweit ausgerichtete kommerzielle Recherchedienste ist HAD also kein Mehrwertdienst eines Verlags, sondern eine durch die hessischen Selbstverwaltungseinrichtungen der Wirtschaft getragene Infrastruktur, was sich auch in der Finanzierung (Trägerinstitutionen, Land Hessen) niederschlägt.

02

Wer betreibt HAD?

Betreiber der HAD ist die Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. (ABSt Hessen), Karl-Glässing-Straße 8, 65183 Wiesbaden. Sie ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter VR 1469 eingetragen.

Die ABSt Hessen ist nach eigener Darstellung eine Gemeinschaftseinrichtung der hessischen Industrie- und Handelskammern, der hessischen Handwerkskammern, der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) und der Ingenieurkammer Hessen (IngKH). Damit trägt die Selbstverwaltung der hessischen Wirtschaft den Verein gemeinsam; die Aufgabenstellung, die Beratung von Unternehmen rund um öffentliche Aufträge, ergänzt klassische Kammer-Aufgaben. Die ABSt Hessen feiert nach eigenen Angaben 2024 ihr 70-jähriges Bestehen (Gründung 1954) und gehört damit zu den ältesten Auftragsberatungsstellen in Deutschland.

Der Vereinsvorstand wird traditionell von Spitzenvertretern der Trägerorganisationen gestellt; nach öffentlich zugänglichen Angaben sind der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz bei Hauptgeschäftsführungen der hessischen IHK- und Handwerksorganisationen angesiedelt. Die operative Leitung liegt bei der Geschäftsführerin der ABSt Hessen.

Neben dem Betrieb der drei Plattformen HAD, eHAD und HPQR erbringt die ABSt Hessen Beratungsleistungen für Unternehmen (z. B. Hilfe bei der Auslegung von Bewerbungsbedingungen, Eignungsnachweisen und Verfahrenstypen) sowie für Auftraggeber zu vergaberechtlichen Fragestellungen. Sie wirkt nach eigenen Angaben außerdem in vergabepolitischen Gremien und Verbänden mit. Aus dieser Trägerstruktur folgt der nicht-gewerbliche Charakter der HAD: Sie verfolgt keine Renditeziele, sondern erfüllt einen Auftrag, der historisch in der wirtschaftspolitischen Förderung des Mittelstands und Handwerks in Hessen wurzelt.

03

Welche Ausschreibungen findet man auf HAD?

Über den Zeitraum 2024-07-23 bis 2026-05-13 hat Patterno 8.158 Bekanntmachungen aus der HAD verarbeitet. Branchenstruktur dieser Bekanntmachungen: 55% Bauarbeiten, 19% Architektur-, Bau-, Ingenieur- und Prüfdienste, 7% Transportmittel. Die regionale Verteilung folgt erwartungsgemäß dem hessischen Profil der Plattform, Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach), in Mittelhessen (Marburg, Gießen) und Nordhessen (Kassel, Fulda). Verfahrenstypisch dominieren bei den Bauverfahren VOB/A-Verfahren, bei Liefer- und Dienstleistungen die VgV/UVgO-Verfahren: 85% Offenes Verfahren, 12% Verhandlungsverfahren.

Auftraggeber sind vor allem hessische Kommunen (kreisfreie Städte, Landkreise, kreisangehörige Gemeinden), das Land Hessen mit seinen Ministerien und Fachbehörden, Hochschulen und Universitätskliniken (z. B. Goethe-Universität Frankfurt, TU Darmstadt, Universität Kassel), kommunale Eigenbetriebe (Stadtwerke, Verkehrsbetriebe, Entsorgungsgesellschaften), Wohnungsbaugesellschaften in öffentlicher Hand sowie Sektorenauftraggeber im Bereich Wasser, Energie und Verkehr. Hinzu kommen Anstalten und Stiftungen öffentlichen Rechts mit hessischem Sitz.

Inhaltlich findet sich auf HAD die gesamte Bandbreite öffentlicher Beschaffung: Hochbau (Schulen, Verwaltungsgebäude, soziale Einrichtungen), Tiefbau (Straßen-, Kanal- und Brückenbau), technische Gebäudeausrüstung, Architekten- und Ingenieurleistungen, IT-Beschaffung und Software-Dienstleistungen, Beratungsleistungen, Reinigung und Facility Management, ÖPNV-Leistungen, Abfallentsorgung sowie spezialisierte Beschaffungen wie Laborbedarf oder medizintechnische Ausstattung. Sowohl Unterschwellenverfahren als auch Oberschwellenverfahren (offene Verfahren, nicht offene Verfahren, Verhandlungsverfahren, wettbewerbliche Dialoge) sind vertreten.

Für Unternehmen mit hessischem Standort oder Vertriebsfokus auf das Rhein-Main-Gebiet ist HAD damit ein faktisches Pflicht-Portal. Wer bundesweit tätig ist, muss HAD parallel zu mindestens drei bis fünf weiteren Plattformen beobachten, um keine relevanten Bekanntmachungen zu verpassen, etwa die DTVP, eVergabe Online des Bundes, Vergabe24 für Baden-Württemberg sowie das Vergabemarktplatz Brandenburg.

04

So suchst du Ausschreibungen auf HAD

  1. 01
    1. HAD aufrufen und Trefferliste sichten

    Rufen Sie www.had.de auf. Die Trefferliste der aktuellen Auftragsbekanntmachungen ist auch ohne Anmeldung sichtbar. Sie sehen pro Eintrag den Auftraggeber, den Auftragsgegenstand, die Auftragsart (Bauleistung, Lieferleistung, Dienstleistung), das Veröffentlichungsdatum und die Angebots- bzw. Teilnahmefrist. Auf der Startseite stehen Quick-Filter wie Bekanntmachungsart, Auftragsart und Region zur Verfügung. Schon in dieser ungefilterten Sicht lässt sich das Hessen-Profil der Datenbank erkennen: Auftraggeber sind überwiegend hessische Kommunen, Landkreise, Eigenbetriebe und das Land Hessen.

  2. 02
    2. Kostenloses Bieterkonto anlegen

    Für den vollständigen Zugriff auf Bekanntmachungen, Vergabeunterlagen und Bieterfragen ist eine Registrierung als Bieter erforderlich. Die Registrierung ist nach Angaben des Betreibers kostenfrei. Bei der Anmeldung werden Firmenname, Anschrift, Ansprechpartner, Branche und, soweit vorhanden, Umsatzsteuer-ID erfasst. Nach Bestätigung der E-Mail-Adresse erhalten Sie einen Login, mit dem Sie Suchprofile speichern und sich automatisch über neue Bekanntmachungen aus Hessen benachrichtigen lassen können. Für die Teilnahme an einer konkreten Ausschreibung registrieren Sie sich zusätzlich auf der jeweiligen E-Vergabe-Plattform (häufig eHAD oder die vom Auftraggeber benannte Plattform).

  3. 03
    3. Suchprofil und Benachrichtigungen einrichten

    Im eingeloggten Bereich lässt sich ein Suchprofil definieren. Sinnvolle Parameter sind: CPV-Code (z. B. 45 für Bauarbeiten, 71 für Architektur- und Ingenieurleistungen), Auftragsart, Region (Landkreis, Regierungsbezirk) und Auftragswertgrenze. Auf Basis dieses Profils versendet HAD nach Angaben des Betreibers tägliche oder werktägliche E-Mail-Benachrichtigungen über neu eingestellte passende Bekanntmachungen. Anwender, die parallel auf vielen Portalen recherchieren, kombinieren das HAD-Profil oft mit Suchen auf DTVP, Vergabe24 und subreport ELViS, um Hessen-weite Vollständigkeit zu erreichen.

  4. 04
    4. Bekanntmachung öffnen und Vergabeunterlagen herunterladen

    Wenn ein Treffer relevant erscheint, öffnen Sie die Detailansicht. Sie sehen den vollständigen Bekanntmachungstext einschließlich Eignungskriterien, Zuschlagskriterien, Fristen, Losaufteilung und Angaben zur Verfahrensart (z. B. offenes Verfahren, Verhandlungsverfahren). Über einen Link gelangen Sie in der Regel zur jeweiligen E-Vergabe-Plattform, auf der die Vergabeunterlagen abgelegt sind (Leistungsverzeichnis, Bewerbungsbedingungen, Vertragsentwurf, Anlagen). Für hessische Verfahren ist dies häufig eHAD; in anderen Fällen verweist die Bekanntmachung auf die DTVP, das jeweilige Bieterportal des Auftraggebers oder spezielle Sektoren-Plattformen.

  5. 05
    5. Bieterfragen stellen und Antworten beobachten

    Während der Angebotsphase haben Sie das Recht, Bieterfragen zu stellen. Auf HAD erfolgt dies in der Regel nicht direkt, sondern auf der hinter der Bekanntmachung liegenden E-Vergabe-Plattform (eHAD oder andere). Antworten der Vergabestelle werden dort allen Bietern in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt und gelten als Bestandteil der Vergabeunterlagen. Achten Sie auf die Fristen: Fragen müssen so rechtzeitig gestellt werden, dass die Vergabestelle nach § 12a VgV bzw. § 9 UVgO ausreichend Zeit hat, allen Bietern eine Antwort zugänglich zu machen, ohne die Angebotsfrist verlängern zu müssen.

  6. 06
    6. Angebot über die verlinkte E-Vergabe-Plattform abgeben

    Die Abgabe des Angebots erfolgt nicht in der HAD selbst, sondern auf der vom Auftraggeber genannten E-Vergabe-Plattform, bei hessischen Verfahren häufig eHAD. Dort laden Sie Ihre Angebotsschreiben, das ausgefüllte Leistungsverzeichnis, die Eigenerklärungen, Referenzen und Nachweise hoch. Oberhalb der EU-Schwellenwerte ist die elektronische Angebotsabgabe nach § 12a VgV verpflichtend; unterhalb gilt nach UVgO häufig dasselbe, sofern die Vergabestelle nicht ausdrücklich eine andere Form zulässt. Beachten Sie die Bindefrist und prüfen Sie nach Abgabe die Eingangsbestätigung.

  7. 07
    7. Ergebnis und Vorabinformation prüfen

    Nach Ablauf der Frist erfolgt die Angebotsöffnung durch die Vergabestelle. Bei Oberschwellen-Verfahren erhalten unterlegene Bieter eine Vorabinformation nach § 134 GWB, frühestens zehn Kalendertage vor dem Zuschlag (bei elektronischer Übermittlung). In diesem Zeitraum können Sie eine Rüge erheben oder einen Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer stellen. Den finalen Auftragsausgang (Auftragnehmer, Auftragswert) veröffentlicht die Vergabestelle nach Vergabe als Bekanntmachung, diese Submissionsergebnisse sind ebenfalls in der HAD recherchierbar und für die Marktbeobachtung wertvoll.

05

Login & Registrierung

Die Nutzung der HAD setzt für die reine Trefferliste keine Anmeldung voraus, Sie können also auch ohne Konto sehen, welche Verfahren gerade laufen. Für den vollen Funktionsumfang (gespeicherte Suchprofile, automatische Benachrichtigungen, vollständige Bekanntmachungstexte, Verlinkung zu Vergabeunterlagen) ist jedoch ein Bieter-Konto erforderlich.

Die Registrierung erfolgt online über das Anmeldeformular auf had.de. Erfasst werden Stammdaten des Unternehmens (Firma, Rechtsform, Anschrift, Umsatzsteuer-ID, Branche, Mitarbeiterzahl), Angaben zu Ansprechpartnern und die für den Account verantwortliche E-Mail-Adresse. Nach Bestätigung der E-Mail-Adresse ist das Konto aktiv. Eine separate Identitätsprüfung wie bei stark regulierten Plattformen (z. B. mit Postident-Verfahren) ist für die reine Recherche-Funktion nicht erforderlich.

Für Auftraggeber existiert ein separates Anmeldeverfahren. Vergabestellen aus Hessen treten in der Regel über ihre dienstlichen Kontakte und unter Nachweis der Stellung als öffentlicher Auftraggeber an die ABSt Hessen heran, um einen Veröffentlichungs-Account einzurichten. Die ABSt Hessen prüft die Berechtigung und schaltet anschließend den Zugang frei. Auftraggeber-Accounts erlauben das Einstellen, Aktualisieren und Aufheben von Bekanntmachungen sowie die Pflege der zugehörigen Bekanntmachungsfelder (CPV-Codes, NUTS-Codes, Auftragswert, Fristen).

Für die elektronische Angebotsabgabe auf der angeschlossenen Plattform eHAD ist eine zusätzliche Registrierung erforderlich. Dort werden technische Voraussetzungen geprüft (Browser, Java/PDF-Reader) und ggf. die Signatur-Variante festgelegt. Die meisten hessischen Vergabestellen akzeptieren die fortgeschrittene elektronische Signatur bzw. den Bietercontainer in Textform; eine qualifizierte Signatur ist nur in Ausnahmefällen vorgeschrieben. Die Registrierung in eHAD ist nach Angaben des Betreibers ebenfalls kostenfrei.

06

Häufig gestellte Fragen

Was ist HAD und wer betreibt die Plattform?+

HAD steht für Hessische Ausschreibungsdatenbank und ist über die Domain had.de erreichbar. Betreiber ist die Auftragsberatungsstelle Hessen e.V. (ABSt Hessen) mit Sitz in der Karl-Glässing-Straße 8 in Wiesbaden. ABSt Hessen ist eine Gemeinschaftseinrichtung der hessischen Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen und der Ingenieurkammer Hessen. Die Plattform veröffentlicht öffentliche Auftragsbekanntmachungen hessischer Auftraggeber sowie EU-weite Bekanntmachungen aus dem hessischen Raum und dient sowohl Auftraggebern als Veröffentlichungskanal als auch Unternehmen als Recherche-Werkzeug. Die ABSt Hessen wird nach Angaben des Betreibers vom Land Hessen unterstützt; das Angebot ist nach eigener Darstellung kostenfrei.

Was kostet die Nutzung der HAD für Bieter?+

Die Recherche in der HAD ist nach Angaben des Betreibers für Bieter und für Auftraggeber kostenfrei. Sowohl die einfache Trefferliste als auch der Download von Vergabeunterlagen, die Einrichtung von Suchprofilen und die E-Mail-Benachrichtigungen sind Teil des kostenfreien Angebots. Damit unterscheidet sich HAD strukturell von rein kommerziellen Recherchediensten, die ihre Inhalte üblicherweise nur im Rahmen eines Abonnements freischalten. Die Finanzierung der ABSt Hessen erfolgt nach eigenen Angaben über ihre Trägerinstitutionen (IHKs, Handwerkskammern, Kammern der Freien Berufe) und mit Unterstützung des Landes Hessen. Für die Abgabe eines Angebots auf der angeschlossenen E-Vergabe-Plattform eHAD bzw. auf anderen genannten Plattformen entstehen Bietern in der Regel ebenfalls keine Plattformgebühren.

Welche Ausschreibungen werden auf HAD veröffentlicht?+

Veröffentlicht werden überwiegend Bekanntmachungen hessischer Auftraggeber: das Land Hessen mit seinen Behörden und Hochschulen, hessische Landkreise, Städte und Gemeinden, Anstalten des öffentlichen Rechts, kommunale Eigenbetriebe sowie Sektorenauftraggeber (z. B. Wasser-, Verkehrs- und Energieversorger). Inhaltlich umfasst die Datenbank alle gängigen Auftragsarten: Bauauftrag (VOB-Verfahren), Lieferauftrag und Dienstleistungsauftrag (VgV/UVgO). Sowohl Unterschwellen- als auch Oberschwellenverfahren sind vertreten. Über Schnittstellen werden zusätzlich die für Hessen relevanten TED-Bekanntmachungen eingespielt. Veröffentlichungen erfolgen nach den Vorgaben des hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes (HVTG) und der jeweils einschlägigen Bundes- und EU-Vorschriften.

Worin unterscheiden sich HAD und eHAD?+

HAD (had.de) ist die Bekanntmachungs- und Recherchedatenbank: Hier finden Bieter relevante Ausschreibungen, lesen Bekanntmachungstexte und steigen in das Verfahren ein. eHAD ist die zugehörige E-Vergabe-Plattform: Auf ihr wickelt die Vergabestelle das eigentliche Verfahren ab, Bereitstellung der Vergabeunterlagen, Stellung von Bieterfragen, elektronische Angebotsabgabe, Submission und Auftragsmitteilung. Beide Systeme werden von der ABSt Hessen betrieben und sind miteinander verlinkt: Aus einer HAD-Bekanntmachung gelangt der Bieter typischerweise per Klick in das passende Verfahren auf eHAD. Wer ausschließlich recherchieren möchte, kommt mit dem kostenfreien HAD-Bieterkonto aus; wer Angebote abgeben will, benötigt zusätzlich ein Konto auf der jeweiligen E-Vergabe-Plattform.

Brauche ich eine digitale Signatur, um auf HAD-Ausschreibungen zu bieten?+

Für die Recherche auf HAD selbst genügt das einfache Login. Für die elektronische Angebotsabgabe auf der angeschlossenen E-Vergabe-Plattform (in der Regel eHAD) reicht in den meisten Fällen die fortgeschrittene elektronische Signatur im Sinne von § 53 VgV; eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) ist nur ausnahmsweise zwingend, wenn die Vergabestelle dies in den Vergabeunterlagen ausdrücklich verlangt. In der Praxis werden Angebote häufig mittels Textform plus Bietercontainer eingereicht. Welche Signaturanforderung konkret gilt, entnehmen Sie immer der jeweiligen Bekanntmachung und den Bewerbungsbedingungen. Über die einschlägigen Trustcenter (z. B. D-Trust, Bundesdruckerei) lassen sich qualifizierte Signaturkarten beschaffen, falls eine QES verlangt ist.

Werden auch EU-weite Ausschreibungen aus Hessen auf HAD veröffentlicht?+

Ja. Oberhalb der EU-Schwellenwerte, derzeit u. a. 5.538.000 € für Bauleistungen, 221.000 € für Liefer- und Dienstleistungen für klassische Auftraggeber (Stand 2024), müssen Bekanntmachungen EU-weit über das Amt für Veröffentlichungen der EU im Supplement zum Amtsblatt veröffentlicht werden. Diese erscheinen auf TED (Tenders Electronic Daily). Bekanntmachungen, die ihren Ursprung bei hessischen Auftraggebern haben, sind in der Regel zusätzlich in der HAD recherchierbar. Die zeitliche Reihenfolge ist nach VgV definiert: Eine nationale Veröffentlichung darf erst erfolgen, wenn die TED-Veröffentlichung bestätigt ist; die HAD spielt EU-Bekanntmachungen daher entsprechend nachgelagert ein.

Welche rechtliche Grundlage hat HAD in Hessen?+

Die HAD ist keine durch Gesetz konstituierte Pflicht-Plattform, sondern eine fachliche Infrastruktur der ABSt Hessen. Die maßgeblichen Veröffentlichungspflichten ergeben sich aus dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG), der VgV, VOB/A, der UVgO und, bei Sektorenauftraggebern, der Sektorenverordnung. Welche Plattform die Vergabestelle für ihre Bekanntmachung nutzt, ist im Rahmen dieser Regelungen offen, solange die Veröffentlichung „in einem allgemein zugänglichen elektronischen Medium" sichergestellt ist (§ 12 VgV, § 28 UVgO). Hessische Auftraggeber nutzen HAD historisch sehr breit; daneben werden auch DTVP, eVergabe Online des Bundes oder eigene Bieterportale eingesetzt, je nach Auftraggeber und Verfahrensart.

Wo kann ich mich beschweren, wenn ich ein Verfahren auf HAD für fehlerhaft halte?+

Beschwerden über inhaltliche Mängel eines Vergabeverfahrens richten Sie nicht an die ABSt Hessen oder an die HAD selbst, sondern an die jeweils zuständige Vergabekammer. Für hessische Auftraggeber ist dies die Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt. Voraussetzung ist bei Oberschwellen-Verfahren in der Regel eine vorherige Rüge gegenüber der Vergabestelle innerhalb der Fristen des § 160 GWB. Gegen Entscheidungen der Vergabekammer ist die sofortige Beschwerde zum Vergabesenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main möglich. Im Unterschwellenbereich gilt der HVTG-spezifische Rechtsschutz; die HAD selbst ist nur Bekanntmachungs- und Recherchekanal, nicht Schiedsstelle.

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Patterno: 4.500+ Portale in einer Suche

HAD ist eine wichtige Quelle für Ausschreibungen aus Hessen, aber bundesweit aktive Unternehmen müssen ihre Recherche typischerweise auf 5 bis 15 Plattformen verteilen. Allein in Hessen koexistieren neben HAD die DTVP (für viele kommunale und Landes-Auftraggeber), Bieterportale einzelner Großstädte sowie die eVergabe Online für Bundes-Verfahren mit hessischem Bezug. Wer in Hessen baut und parallel in Bayern, NRW und Niedersachsen anbietet, jongliert schnell mit drei- bis fünfmal so vielen Zugängen.

Genau an dieser Stelle setzt Patterno an: Wir bündeln HAD und 4.500+ weitere öffentliche und kommerzielle Vergabeportale in eine einzige KI-gestützte Suche. Statt täglich mehrere Trefferlisten manuell zu sichten, definieren Sie einmal Ihr Suchprofil (Branche, Region, CPV, Auftragswert), Patterno bewertet automatisch alle neuen Bekanntmachungen, auch die aus HAD, und liefert Ihnen jeden Morgen nur die wirklich relevanten Verfahren per E-Mail oder Dashboard.

Patterno ersetzt HAD nicht: Wir verlinken aus jedem Treffer auf das jeweilige Quellportal, also auf had.de, eHAD oder DTVP, damit Sie Bekanntmachung und Vergabeunterlagen dort weiter bearbeiten. Wir bündeln nur die Suche und reduzieren die Suchzeit von Stunden auf Minuten. Branchenmodule für Bau & Energie, Pharma & Healthcare, IT & Digitalisierung sowie Consulting sind verfügbar.

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Weitere Vergabe-Portale

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Begriffe aus dem Glossar

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